HSH NordbankKopper soll kontrollieren
Der frühere Deutsche-Bank-Chef Hilmar Kopper soll Medienberichten zufolge neuer Vorsitzender des Aufsichtsrats der HSH Nordbank werden.
Der frühere Deutsche-Bank-Chef Hilmar Kopper soll Medienberichten zufolge neuer Vorsitzender des Aufsichtsrats der HSH Nordbank werden. Der 74-jährige sei auf Vermittlung des schleswig-holsteinischen Ministerpräsidenten Peter Harry Carstensen (CDU) als oberster Aufseher der Krisenbank vorgeschlagen worden, heißt es. Carstensen habe sich mit dem Hamburger Bürgermeister Ole von Beust (CDU) bereits über die Personalie verständigt. Die HSH Nordbank erklärte, sie wolle zu Personalspekulationen nicht Stellung nehmen.
Kopper würde Nachfolger von Wolfgang Peiner werden, der bereits seit längerem seinen Rückzug angekündigt hat. Der Bankmanager müsste zunächst von der ordentlichen Hauptversammlung in den Aufsichtsrat gewählt werden. Einen Termin dafür gibt es noch nicht. Die HSH Nordbank hat wegen der Finanzkrise Milliardenverluste zu verkraften und nur durch staatliche Hilfe überlegt. In der vergangenen Woche erhöhten die Hauptanteilseigner Hamburg und Schleswig-Holstein das Kapital der Bank um drei Mrd. Euro, um die Weiterführung des Instituts zu ermöglichen.
Hilmar Kopper führte die Deutsche Bank von 1989 bis 1997 und gehörte zu den wichtigsten Top-Bankern im nationalen und internationalen Bankgeschäft. Ihm werden jedoch auch Misserfolge nachgesagt, so etwa die enge geschäftliche Bindung der Deutschen Bank an den Immobilien-Betrüger Jürgen Schneider und seine langjährige Unterstützung für Daimler-Chef Jürgen Schrempp, als er den Aufsichtsrat des Autobauers führte. Im Gedächtnis geblieben ist vor allem eine Kopper-Äußerung aus dem Jahr 1994, als er Handwerker- Rechnungen über 50 Mio. DM als "Peanuts" (Kleinigkeiten) bezeichnete. Damit hatte Kopper das "Unwort des Jahres" kreiert.