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Donnerstag, 11. September 2008

Bedienzuschlag vor dem Aus

Krisensitzung der Bahn

Die geplanten neuen Bedienzuschläge der Bahn für den Fahrkartenkauf am Schalter sind nach Informationen der Tageszeitung "Die Welt" weitgehend vom Tisch. Der Bahnvorstand komme am Freitagmorgen in Berlin zu einer Krisensitzung zusammen. Dabei wolle man prüfen, ob man die Gebühren mit weiteren Ausnahmen nach den Erleichterungen für Senioren retten könne. Sollte das nicht funktionieren, müssten die Pläne auf Eis gelegt werden, sagte ein Aufsichtsratsmitglied der Zeitung.

In den bundesweiten Protest gegen die Zuschläge habe sich inzwischen auch Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) eingereiht. Die Kanzlerin habe mit Bahnchef Hartmut Mehdorn telefoniert und dabei deutlich ihr Unbehagen über die Bedienzuschläge zum Ausdruck gebracht, hieß es dem Bericht zufolge in Regierungskreisen. Noch sei man im Kanzleramt aber nicht entschlossen, Mehdorn massiv zur Aufgabe seiner Gebührenpläne zu drängen. Laut "Welt" gibt es nun auch Überlegungen, ein Bonussystem einzuführen: Man zahlt den Normalpreis fürs Ticket beim Schalterkauf. Aber wer es am Automaten zieht, zahlt 2,50 Euro weniger, sagte ein Aufsichtsrat. Damit könne auch der Eigentümer Bund leben.

Zuvor wurde bekannt, der neue Bedienzuschlag werde jeweils pro Fahrtstrecke erhoben. Für eine Hin- und Rückfahrt würden demnach 5 Euro fällig. Das hatte die Kritik an den Plänen verschärft.

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