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Mittwoch, 12. März 2008

Ein Herz für Privatstiftungen: Liechtenstein bleibt dabei

Liechtenstein will nach einem Zeitungsbericht ungeachtet der Steueraffäre in Deutschland auch künftig uneingeschränkt an seinen umstrittenen Privatstiftungen festhalten. Dies berichtet die "Süddeutsche Zeitung" unter Berufung auf Informationen aus einer Vorlage der Regierung des Fürstentums für die Sitzung des Landesparlamentes in Vaduz.

Laut dem bislang unveröffentlichten Papier der Regierung für die Sitzung am Mittwoch sind die Privatstiftungen "ein weltweit gesuchtes Instrument der Nachfolgeplanung", das als "Herzstück des Finanzplatzes Liechtenstein" tendenziell sogar eher ausgebaut werden solle.

Dank seines Treuhandwesens habe sich Liechtenstein "zu einem weltweit bedeutenden Stiftungsstandort entwickelt", dem jetzt aber "eine nachhaltige Wachstumsperspektive" fehle, heißt es weiter. Generell sei "ein hohes Maß an Privatsphäre" bei Bankgeschäften ein wesentliches Argument Liechtensteins, um sich unter den europäischen Finanzzentren zu behaupten, schreibt die Regierung weiter.

Kritiker sehen in den weitgehend anonymen Liechtensteiner Privatstiftungen hingegen ein Konstrukt, um ausländischen Steuerhinterziehern dabei zu helfen, ihr Schwarzgeld vor dem Fiskus zu verstecken.

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