Dienstag, 19. Februar 2008
Umstrittene Stiftungen: Liechtenstein reformiert
Angesichts der Ermittlungen in der deutschen Steueraffäre reformiert Liechtenstein das umstrittene Stiftungsrecht, kündigte Vize-Regierungschef und Justizminister Klaus Tschütscher an.
Das Vorgehen der deutschen Ermittler stößt in dem als Steueroase geltenden Zwergstaat unterdessen auf heftige Kritik. Wegen der Zahlung von bis zu fünf Mio. Euro für brisante und wahrscheinlich gestohlene Bankdaten griff Tschütscher den deutschen Auslandsgeheimdienst BND scharf an.
Die liechtensteinische Regierung ist nach seinen Angaben entsetzt , dass deutsche Behörden so "drakonische und rechtsstaatfeindliche Methoden" angewandt hätten. Die Anstiftung zum Verrat von Geschäftsgeheimnissen sei strafbar.
Tschütscher betonte, das Fürstentum habe in den vergangenen Jahren in Zusammenarbeit mit der EU viel gegen Geldwäsche und für mehr Transparenz getan.
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