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Keine Prognose 2009Linde kappt Ergebnisziele

16.03.2009, 09:24 Uhr

Der Industriegasespezialist Linde hat sich wegen des Konjunktureinbruchs von seinen mittelfristigen Ergebniszielen verabschiedet. "Auch unser Unternehmen spürt die Auswirkungen der weltweiten Wirtschaftskrise", teilte der Vorstand mit. Eine präzise Geschäftsprognose für dieses Jahr wagte die Linde-Führung nicht.

Der Münchener Industriegasespezialist Linde hat sich wegen des Konjunktureinbruchs von seinen mittelfristigen Ergebniszielen verabschiedet. "Auch unser Unternehmen spürt die Auswirkungen der weltweiten Wirtschaftskrise", teilte der Vorstand in seinem Geschäftsbericht 2008 mit.

Das für 2010 geplante operative Konzernergebnis von mindestens drei Mrd. Euro bei einer Kapitalrendite (ROCE) von 13 Prozent könne nun erst später erreicht werden. Im November hatte Konzernchef Wolfgang Reitzle diese Ziele als sehr ambitioniert bezeichnet und für den Konzern ein neues Sparprogramm aufgelegt. Dieses Maßnahmenbündel, mit dem in vier Jahren beginnend mit diesem Jahr 650 bis 800 Mio. Euro gespart werden sollen, will das Management nun beschleunigt umsetzen.

Eine präzise Geschäftsprognose für das laufende Jahr wagte die Linde-Führung mit Verweis auf die unsichere weltwirtschaftliche Lage nicht. Umsatz und Ergebnis könnten 2009 leicht über oder auf dem Niveau von 2008 liegen. "Wir müssen aber auch einen Rückgang einkalkulieren", sagte Reitzle. Erst in der zweiten Jahreshälfte werde sich der Umsatz- und Ergebnistrend abhängig von der Nachfrage verfestigen.

Linde hatte im vergangenen Jahr den operativen Gewinn um 5,4 Prozent auf 2,6 Mrd. Euro gesteigert. Der Umsatz legte um 2,9 Prozent auf 12,66 Mrd. Euro zu. Die Aktionäre sollen davon mit einer Dividende von 1,80 (2007: 1,70) Euro je Aktie profitieren. Auch in diesem Jahr soll sich die Dividende wieder an der operativen Geschäftsentwicklung orientieren.