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28 Euro je AktieLukoil ist an Repsol dran

21.11.2008, 21:09 Uhr

Der russische Ölkonzern will offenbar 30 Prozent des spanischen Rivalen übernehmen. Lukoil kaufe 20 Prozent der Repsol-Anteile vom spanischen Baukonzern Sacyr Vallehermoso.Weitere zehn Prozent erwerbe Lukoil zum gleichen Preis von der spanischen Sparkasse La Caixa, heißt es aus Insiderkreisen.

Der russische Ölkonzern Lukoil will offenbar 30 Prozent des spanischen Rivalen Repsol übernehmen. Lukoil kaufe 20 Prozent der Repsol-Anteile vom spanischen Baukonzern Sacyr Vallehermoso für 28 Euro je Anteilsschein, verlautete am Freitag aus mit der Angelegenheit vertrauten Kreisen.

Weitere zehn Prozent erwerbe der russische Konzern zum gleichen Preis von der spanischen Sparkasse La Caixa, dem Versicherer Mutua Madrilena und der zu Caixa gehörende Repinves. An der Börse werden die Repsol-Papiere derzeit mit etwa 14 Euro gehandelt.

Bei einem Kurs von 28 Euro je Aktie kosten 30 Prozent an Repsol 10,7 Mrd. Euro. Lukoil müsse aber noch seine Finanzierung für den Anteilskauf unter Dach und Fach bringen, hieß es aus den Kreisen. Die spanische Zeitung "Economista" hatte berichtet, Lukoil habe sich bereits ein Fünftel an Repsol gesichert. Lukoil wollte den Bericht nicht kommentieren. Sacyr verwies auf frühere Mitteilungen, wonach die Firma bislang keine Einigung über seine geplanten Vermögensverkäufe erzielt habe. La Caixa teilte mit, die Sparkasse spreche mit Lukoil über den Repsol-Anteil.

Sacyr leidet unter der Immobilienkrise in Spanien und hat seinen Repsol-Anteil von 20 Prozent im September zum Verkauf gestellt. Repsol gehört zu den zehn größten Öl- und Gaskonzernen der Welt, die nicht unter staatlicher Kontrolle stehen. Zudem ist das Unternehmen der größte Raffinerie-Betreiber in Spanien.

Die Regierung in Moskau hat russische Energiefirmen indirekt zu Zukäufen im Ausland ermutigt. Vor knapp eineinhalb Wochen war dann der unter Staatskontrolle stehende russische Energiekonzern Gazprom als Repsol-Interessent genannt worden. Gazprom denke über den Kauf des Anteils nach, den Sacyr angeboten habe, hatte der stellvertretende russische Ministerpräsident Alexander Schukow der Nachrichtenagentur Ria zufolge bei einem Treffen mit spanischen Regierungsvertretern in Madrid gesagt. Die spanische Regierung hatte sich dazu nicht konkret geäußert.

Dies sei eine Frage der Unternehmen, in die der Staat nicht eingreife, hatte es lediglich geheißen. Industrieminister Miguel Sebastian hatte indes im September gesagt, er bevorzuge einen spanischen Käufer.