Minus überraschend hochMBIA tiefrot
Der von der Kreditkrise geschüttelte weltgrößte Anleiheversicherer MBIA stürzt immer tiefer in die Verlustzone. Durch weitere Abschreibungen fiel im ersten Quartal ein überraschend hohes Minus von 2,41 Milliarden Dollar an, nach einem Gewinn von knapp 200 Millionen Dollar ein Jahr zuvor. Die Belastungen durch Wertberichtigungen lagen bei rund 3,7 Milliarden Dollar.
Der von der Kreditkrise geschüttelte weltgrößte Anleiheversicherer MBIA stürzt immer tiefer in die Verlustzone. Durch weitere Milliardenabschreibungen fiel im ersten Quartal ein überraschend hohes Minus von 2,41 Milliarden Dollar an, nach einem Gewinn von knapp 200 Millionen Dollar ein Jahr zuvor. Die Belastungen durch Wertberichtigungen lagen bei rund 3,7 Milliarden Dollar, teilte MBIA in Armonk (US-Bundesstaat New York) mit.
Spezialversicherer wie MBIA stehen im Zweifel für Ausfälle bei Anleihen gerade. Bekommen sie selbst Probleme, schlägt dies auf den gesamten Finanzmarkt durch. Die Branche hatte sich lange auf die relativ risikoarme Garantie für Anleihen von Kommunen und Ländern konzentriert. Erst in den vergangenen Jahren stiegen die Anbieter massiv ins Geschäft mit hochriskanten Anleihen ein, die mit Krediten niedriger Bonität besichert waren. Insgesamt versichert die Branche laut Schätzungen Anleihen im Wert von zuletzt rund 2,4 Billionen Dollar.
MBIA musste sich wegen der Schwierigkeiten frisches Kapital in Milliardenhöhe verschaffen. Die Gesellschaft wechselt zudem ihren Chef aus. Die neuerlichen Verluste fielen weit höher aus als von Analysten ohnehin befürchtet. Die steile Talfahrt der Aktie in den vergangenen Monaten setzte sich daher fort.