Effekte der US-ZinssenkungMehr Hypothekenkredite
Die Zinsschritte zeigt erste Auswirkungen im US-Immobilienmarkt. Hypothekenkredite werden deutlich stärker nachgefragt, die Zahl der Anträge ist zum ersten Mal seit Wochen wieder gestiegen. Am US-Häusermarkt rechnen Beobachter dennoch mit einer weiteren Verschlechterung der Lage.
In den USA ist die Zahl der Anträge auf Hypothekenkredite in der vergangenen Woche erstmals seit einem Monat wieder gestiegen. Wegen sinkender Zinsen sei die Refinanzierung von Darlehen attraktiver geworden, erklärte die Vereinigung der Hypothekenbanker.
Der entsprechende saisonal bereinigte Index des Branchenverbandes kletterte um drei Prozent. Dabei wuchs die Nachfrage nach Refinanzierungshypotheken um 4,5 Prozent, während der Index für Erstanträge um 1,4 Prozent zulegte. Die durchschnittlichen Zinsen für Hypotheken mit einer Laufzeit von 30 Jahren gingen auf 5,98 Prozent von 6,27 Prozent in der Woche zuvor zurück.
Trotz der sinkenden Hypothekenzinsen gehen viele Experten davon aus, dass sich die Lage am US-Häusermarkt auch im kommenden Jahr verschlechtert. Grund sind eine Zunahme der Zwangspfändungen und ein Rückgang der Eigenheimverkäufe. Erst am Dienstag hatte US-Notenbankchef Ben Bernanke vor einer Verschärfung der Immobilien-Krise gewarnt, weil sich Angebot und Nachfrage nicht die Waage hielten.