Freitag, 03. November 2006
Weniger Firmen pleite: Mehr Verbraucherinsolvenzen
Die Zahl der Firmenpleiten in Deutschland ist dank der guten Konjunktur weiter rückläufig. Im August nahmen die Unternehmensinsolvenzen im Vergleich zum Vorjahr um 22 Prozent auf 2419 ab, wie das Statistische Bundesamt berichtete. Von Januar bis August ergibt sich ein Minus von 17,2 Prozent auf rund 21.000 Firmenzusammenbrüche. Sollte sich der seit Anfang 2005 andauernde Trend fortsetzen, werde in diesem Jahr der stärkste Rückgang seit der Wiedervereinigung erreicht, sagte ein Statistiker.
Bei den Verbraucherinsolvenzen ist der Trend weiter gegenläufig. Sie stiegen im August um 32 Prozent auf 8.050 Fälle, von Januar bis August liegt der Anstieg bei 39,1 Prozent auf knapp 81 000 Fälle. Neben der wachsenden Bekanntheit des vereinfachten Verfahrens für Verbraucherinsolvenzen gilt die hohe Arbeitslosigkeit als Hauptgrund für die starke Zunahme. Nach jüngsten Angaben der Wirtschaftsauskunftei Creditreform ist die Schuldnerquote in diesem Jahr von 10,4 auf 10,6 Prozent gestiegen. 7,2 Millionen Deutsche könnten ihre Zahlungsverpflichtungen auf absehbare Zeit nicht begleichen.


