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Dienstag, 19. Februar 2008

Eroberung des Yahoo-Rats: Microsoft ändert Gangart

Im Übernahmekampf um Yahoo schlägt der Softwareriese Microsoft laut US-Medienberichten nun eine härtere Gangart ein. Microsoft wolle zur anstehenden Wahl des Verwaltungsrats von Yahoo eigene Vertreter ins Rennen schicken, berichtete die "New York Times" am Dienstag unter Berufung auf informierte Personen. Bei einem Erfolg könnten die Mittelsmänner in dem Gremium anschließend die Yahoo-Spitze überstimmen oder gar stürzen.

Zur Neuwahl stehen alle zehn Mitglieder des Verwaltungsrates an. Die Hauptversammlung ist jedoch erst für Sommer geplant. Die Frist zur Nominierung läuft seit vergangener Woche. Der Weg über den Kampf im Verwaltungsrat komme Microsoft weit billiger als ein höheres Angebot an die Yahoo-Aktionäre, rechnete die Zeitung vor. Zu erwarten seien zwar Kosten von bis zu 30 Millionen Dollar. Bei einer höheren Offerte müsse Microsoft dagegen für jeden zusätzlichen Dollar über den bisher gebotenen 31 Dollar je Aktie rund 1,4 Milliarden Dollar drauflegen.

Der weltgrößte Softwarekonzern Microsoft will mit seinem Angebot im Wert von ursprünglich knapp 45 Milliarden Dollar den bei der Online-Suche übermächtigen Rivalen Google verschärft angreifen. Yahoo lehnt die Offerte bisher als zu niedrig ab.

Eine rasche Nachbesserung durch Microsoft gilt mittlerweile unter Beobachtern als eher unwahrscheinlich. Trotz intensiven Werbens konnte Yahoo bisher keine anderen Kooperationspartner präsentieren. Zudem ist Analysten zufolge eine Reihe von Großaktionären an beiden Unternehmen beteiligt und daher nicht daran interessiert, dass Microsoft eine Übernahme zu teuer bezahlt.

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