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Zweifel an Privat-BahnNeuseeland kauft zurück

05.05.2008, 06:35 Uhr

Die neuseeländische Regierung legt den Rückwärtsgang ein und nimmt die in den 90er Jahren privatisierte Bahn wieder in staatliche Obhut. Dies sei der beste Weg für notwendige Investitionen in diesem Bereich, erklärt der neuseeländische Finanzminister. Den Niedergang der Bahn nach dem Verkauf bezeichnet er als "schmerzliche Lektion für Neuseeland".

Die neuseeländische Regierung kauft für 665 Mio. Neuseeländische Dollar (336 Mio. Euro) die privatisierte Bahn wieder von der australischen Firma Toll Holdings zurück. Das gab Finanzminister Michael Cullen bekannt. Dies sei der beste Weg für notwendige Investitionen in diesem Bereich, erklärte Cullen. "Der Verkauf der staatlichen Bahn zu Beginn der 90er Jahre und der danach folgende Niedergang des Vermögens war eine schmerzliche Lektion für Neuseeland", erklärte der Minister.

Die staatliche neuseeländische Bahn wurde 1993 für 400 Mio. Neuseeländische Dollar (202 Mio. Euro) an private Investoren verkauft, 2003 erwarb die australische Toll Holdings eine Mehrheit. Es habe sich gezeigt, dass es äußerst schwierig ist, ein profitables Unternehmen, das einen Beitrag zur wirtschaftlichen und ökologischen Entwicklung Neuseelands leisten soll, ohne Unterstützung der Regierung zu betreiben, erklärte Cullen.

Die Modernisierung der Bahn soll ein Schritt beim Aufbau eines nachhaltigen Verkehrsnetzes sein, erklärte Ministerpräsidentin Helen Clark.

Die neuseeländische Regierung hatte 2001 auch mit fast einer Milliarde Neuseeländische Dollar (505 Million Euro) die zuvor privatisierte Fluglinie Air New Zealand vor der Pleite gerettet. Die heute profitable Fluglinie ist jetzt weiter zu 76 Prozent in Staatsbesitz.