Montag, 01. Oktober 2007
Milliardengebot
Nokia will Navteq kaufen
Der finnische Mobilfunkhersteller Nokia will den US-Navigationsgeräte- und Softwareherstellers Navteq übernehmen. Der Deal wäre eine der größten Zukäufe der Finnen. Der Handy-Weltmarktführer Nokia bietet 8,1 Mrd. US-Dollar in bar, wie das das Management mitteilte. Analysten begrüßten die Zukaufspläne, die kurzfristig allerdings den Kurs des Handyherstellers belasten könnten.
Navteq stellt digitale Straßenkarten für 69 Länder auf sechs Kontinenten zur Verfügung. Unter anderem basieren die Navigationsgeräte in Fahrzeugen von VW, Mercedes-Benz, Chrysler und Ford auf dem Kartenmaterial von Navteq.
"Der Kauf von Navteq würde zu Nokias Plänen passen", sagte der OKO-Nank-Analyst Hannu Rauhala. Die Position von Navteq im boomenden Markt mit Navigationstechnologie sei ziemlich stark. Nokia hatte zuletzt eine gut gefüllte Kriegskasse von mehr als 8,3 Mrd., hatte aber vor größeren Übernahmen zurückgescheut. Vergangenes Jahr hatte der finnische Konzern mit dem Kauf der deutschen Software-Firma Gate5 indes den Einstieg in die Navi-Branche gewagt. Gate5 greift auf Kartendaten von Navteq und den einzigen bedeutsamen Navteq-Rivalen Tele Atlas zurück.
Seit der niederländische Navigationsgeräte-Hersteller TomTom Kaufpläne für die auf digitale Landkarten spezialisierte Tele Atlas enthüllt hat, war mit einer Navteq-Übernahme gerechnet worden. Als mögliche Bieter waren zuletzt auch die Internet- und Softwarekonzerne Google und Microsoft gehandelt worden.
Eine Übernahme würde der Strategie von Nokia-Chef Olli-Pekka Kallasvuo entsprechen, das Unternehmen vom Mobiltelefonhersteller zu einem umfassenden Software- und Dienstleistungsanbieter umzubauen. Navteq verfügt über eine Marktkapitalisierung von 7,61 Mrd. US-Dollar. Im zweiten Quartal des laufenden Geschäftsjahres hatte das in Chicago ansässige Unternehmen einen Umsatz von rund 202 Mio. US- Dollar erzielt und ein Nettoergebnis von knapp 41 Mio. US-Dollar erwirtschaftet.
Navteq stellt digitale Straßenkarten für 69 Länder auf sechs Kontinenten zur Verfügung. Unter anderem basieren die Navigationsgeräte in Fahrzeugen von VW, Mercedes-Benz, Chrysler und Ford auf dem Kartenmaterial von Navteq. Weder Navteq noch Nokia gaben dazu eine Stellungnahme ab.
Meldungen
-
"Es wird eine Welle geben"
CVC rechnet mit IPO-Boom
-
"Agentur für Finanzstabilität"
US-Senator will neues Gremium
-
Gründer in Haft
K1-Fonds wird aufgelöst
-
Sechs Häuser schließen
Karstadt sucht Investoren
-
Bestechungsskandal im Rheinland
Trienekens-Prozess eingestellt
-
Russisches Frühwarnsystem
Gazprom verliert Gewinn
-
Mehr Fragen als Antworten
Was für Opel übrig bleibt
-
Trotz Enttäuschung bei Delta Lloyd
Börsenaspiranten drängeln
-
"Sehr gutes" Deutschlandgeschäft
Kosmetik-Sparte hilft Beiersdorf
-
"Rückgang ist überraschend"
Volkswirte zum Konsumklima
-
Reisekosten müssen runter
Firmen sparen bei Geschäftsreisen
-
Clinch bei Wacker Neuson
Neunteufel ist zurück


