Countdown zur FusionNyse prescht vor
Die New York Stock Exchange (Nyse) hofft, mit der mit der Euronext bereits binnen 48 Stunden handelseinig zu werden. Das Geschäft soll bis Ende des Jahres unter Dach und Fach sein. Die Nyse war mit ihrer Acht-Milliarden-Euro-Offerte im Wettlauf mit der Deutschen Börse vorgeprescht.
Die New York Stock Exchange (Nyse) hofft, mit der mit der Mehrländerbörse Euronext bereits binnen 48 Stunden handelseinig zu werden.
Nach seinem Vorschlag zur Schaffung einer transatlantischen Börse erklärte die Nyse am Montag, man hoffe auf eine definitive Vereinbarung mit Euronext in den nächsten 24 bis 48 Stunden. Börsenchef John Thain sagte, die Nyse-Aktionäre würden erheblich von der geplanten Fusion profitieren. Das Geschäft soll bis Ende des Jahres unter Dach und Fach gebracht werden. Die Nyse war mit ihrer Acht-Milliarden-Euro-Offerte im Wettlauf mit der Deutschen Börse vorgeprescht. Der Frankfurter Börsenbetreiber wollte zunächst kein Gegenangebot vorlegen.
Frankfurt unter Druck
Der neue Börsenriese mit dem Namen "Nyse Euronext" mit einer Marktkapitalisierung von 21 Mrd. US-Dollar (16,5 Mrd. Euro) soll den Angaben zufolge seinen Sitz in New York haben. Die Nyse rechnet mit Größenvorteilen bei Kosten und Umsätzen von 375 Mio. US-Dollar. Einem Konkurrenzangebot für die Euronext erteilte die Deutsche Börse eine Absage. Es bleibe beim vorgelegten Vorschlag einer "Fusion unter Partnern", hieß es. Der Aufsichtsrat der europäischen Mehrländerbörse will am Montag über beide Vorschläge beraten.
Nach der Nyse-Offerte sollen die Euronext-Aktionäre für jede Aktie 0,98 Papiere des neuen Unternehmens und 21,32 Euro in bar erhalten. Das entspricht einem Umtauschverhältnis von 1,4 neuen Aktien für jedes Euronext-Papier. Der Baranteil beträgt 30 Prozent. Die Nyse-Aktionäre sollen für jede alte Aktie eine neue erhalten.
Die Leitung der neuen Gruppe soll als CEO Nyse-Chef John Thain übernehmen. Sein Stellvertreter soll Euronext-Chef Jean-Francois Theodore werden. Die Euronext betreibt die Börsen in Paris, Amsterdam, Brüssel und Lissabon sowie die Derivatebörse Liffe in London.