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Donnerstag, 11. September 2008

Ende einer Tradition: Pfaff ist pleite

Der traditionsreiche Industrienähmaschinenhersteller Pfaff ist nach Jahren der Dauersanierung wohl endgültig pleite. Das Kaiserslautener Unternehmen hat Insolvenzantrag gestellt, wie das Pfaff-Management mitteilte. Die Sanierungsverhandlungen seien an den Investoren gescheitert.

Der Vorstand habe sich vergeblich bemüht - "trotz Zustimmung der Hauptgläubiger zu Forderungsverzichten in Höhe von mehr als 20 Mio. Euro sowie der erfolgreichen Einigung zwischen Betriebsrat, IG Metall und Geschäftsleitung über die Umsetzung der im Sanierungsplan vorgesehenen Personalmaßnahmen". Das insbesondere in Asien schwierige Marktumfeld, der hohe Kapitalbedarf und die Sanierungssituation hätten dazu geführt, dass die Investoren abgesprungen seien.

Pfaff gehört mehrheitlich dem Münchener Beteiligungsunternehmen GCI Management. Deren Tochter Wilisch & Sohn hatte in der vergangenen Woche Gläubigerschutz beantragt. In Kaiserslautern arbeiteten zuletzt überhaupt nur noch rund 400 Menschen am Stammsitz. Einst waren es mehrere Tausend Beschäftigte. Die Billigkonkurrenz aus Asien hat der Traditionsmarke aber immer schwerer zugesetzt. Auch eine massive Schrumpfkur, die Aufgabe des Geschäfts mit Haushaltsnähmaschinen vor Jahren und der damit verbundene Neuanfang konnten den Zerfall letztlich nicht aufhalten.

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