Mittwoch, 06. Mai 2009
Fusion statt Übernahme
Porsche und VW tun es
Volkswagen und Porsche sollen in einem "integrierten Autokonzern" zusammengeführt werden. Darauf haben sich die Familiengesellschafter der Porsche-Holding nach Angaben des Unternehmens geeinigt. Die insgesamt zehn Marken - also auch der Sportwagenbauer Porsche sollen eigenständig bleiben. Damit haben sich die Eignerfamilien Porsche und Piech für die Fusion der beiden Autobauer entschieden.
Bisher hatte Porsche versucht, VW zu übernehmen. Im Zusammenhang mit der Finanzkrise hatte sich der Stuttgarter Sportwagenbauer jedoch bei der Finanzierung verhoben. Porsche hält inzwischen gut 50 Prozent an Volkswagen.
Eine Entscheidungsgrundlage für die neue Struktur solle innerhalb von vier Wochen vorliegen, hieß es weiter. VW und Porsche sollen in gemeinsamen Arbeitsgruppe eine Lösung finden. Der Großaktionär Niedersachsen und die Arbeitnehmervertreter beider Unternehmen sollen dabei "maßgeblich" einbezogen werden.
Der Niedersächsische Ministerpräsident Christian Wulff erklärte: "Wir sind zu Gesprächen bereit, die zügig mit allen Beteiligten von Porsche, Volkswagen, den Arbeitnehmervertretern und dem Land Niedersachsen geführt werden sollten." Niedersachsen hält eine Sperrminorität bei VW und muss allen wichtigen Entscheidungen zustimmen.
Mit Material von afp / dpa / reuters
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