In Deutschland kaum präsentRückzug von Wachovia
Nur zwei Jahre nach ihrem Markteintritt hat sich die US-Bank Wachovia fast vollständig aus dem deutschen Markt zurückgezogen. Grund dafür ist der eingefrorene Verbriefungsmarkt für Immobilienkredite, der das hiesige Geschäftsmodell der Bank in Frage stellt.
Nur zwei Jahre nach ihrem Markteintritt hat sich die US-Bank Wachovia fast vollständig aus dem deutschen Markt zurückgezogen. Grund dafür ist der eingefrorene Verbriefungsmarkt für Immobilienkredite, der das hiesige Geschäftsmodell der Bank in Frage stellt. "Wir haben unsere Aktivitäten bei Verbriefungen stark reduziert und müssen daher auch unsere Geschäftsmodelle anpassen", sagte eine Sprecherin der viertgrößten US-Bank der "Financial Times Deutschland".
Sie bestätigte zudem Informationen des Blattes, wonach die Niederlassungen in Berlin, München, Düsseldorf und Hamburg geschlossen wurden. Übrig geblieben ist allein das Hauptbüro in Frankfurt am Main.
Ursprünglich wollte die Bank mit Hauptsitz im US-Bundesstaat North Carolina bis 2011 in Deutschland einer der Marktführer in der gewerblichen Immobilienfinanzierung werden. Vorbildfunktion hatte ihr US-Geschäft: Dort hat Wachovia im großen Stil mit gewerblichen Immobilienkrediten besicherte Wertpapiere - so genannte Commercial Mortgage-Backed Securities (CMBS) - über den Kapitalmarkt bei Investoren platziert.