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Licht am Ende des TunnelsRürup sieht Entspannung

23.11.2008, 11:02 Uhr

Der Wirtschaftsweise Rürup erwartet, dass die Finanzkrise allmählich an Brisanz verliert. In einigen Monaten sollte sich die Situation entspannt haben, so der Chef des Sachverständigenrates in einem Interview. Die unorthodoxen Rettungsaktionen der Bundesregierung und anderer Länder hätten einen Kollaps des Finanzsystems mit all seinen dramatischen Folgen für die Realwirtschaft verhindert.

Der Wirtschaftsweise Bert Rürup erwartet, dass die Finanzkrise allmählich an Brisanz verliert. "In einigen Monaten sollte sich die Situation entspannt haben", sagte der Chef des Sachverständigenrates zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Lage dem "Focus". Die unorthodoxen Rettungsaktionen der Bundesregierung und anderer Länder hätten einen Kollaps des Finanzsystems mit all seinen dramatischen Folgen für die Realwirtschaft verhindert.

"Die Wahrscheinlichkeit, dass jetzt noch ein wichtiges Finanzinstitut Pleite geht, ist sehr gering", sagte der Darmstädter Wirtschaftsprofessor. Stärker treffen könnte aber den Normalbürger die Rezession. Vor allem im kommenden Jahr drohe sich der Arbeitsmarkt einzutrüben. "Allerdings stützen die stark fallenden Öl- und Rohstoffpreise und die sinkenden Zinsen die Konjunktur", sagte Rürup.

Rürup berät seit dem Jahr 2000 als Mitglied des Sachverständigenrates zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung die Bundesregierung. Im April kommenden Jahres wechselt der Darmstädter Wirtschaftsprofessor als Chefökonom zum Finanzmakler AWD.