Dollar bleibt Öl-WährungSaudis gegen den Euro
Trotz vielfach ungünstiger Wechselkurseffekte bleibt der US-Dollar auf absehbare Zeit Standardwährung im weltweiten Öl-Geschäft. Als wichtigstes Förderland hat jetzt Saudi-Arabien angekündigt, seine Öllieferungen weiterhin in Dollar abzurechnen. Eine Umstellung in Euro hätte tiefgreifende Folgen.
Der weltgrößte Ölexporteur Saudi-Arabien will ungeachtet der anhaltenden Dollarschwäche seine Öllieferungen weiter in der US-Währung abrechnen. Es gebe keine Pläne, dies zu ändern, sagte der Zentralbankgouverneur des Landes, Hamad al-Sajjari, nach einer Treffen der Notenbankchefs des Golf-Kooperationsrates mit EZB-Präsident Jean-Claude Trichet und anderen hochrangigen Geldpolitikern der Euro-Zone.
Zu Gerüchten, Saudi-Arabien habe kurzfristig große Mengen Dollar auf dem Weltmarkt gekauft, wollte der saudische Notenbankchef nicht Stellung nehmen. Allerdings sei der Dollar aus seiner Sicht derzeit unterbewertet.
Der Weltmarkt für Öl wird von den arabischen Staaten, allen voran Saudi-Arabien dominiert. Abrechnungswährung für Ölgeschäfte ist der US-Dollar. Zuletzt war der Ölpreis auf mehr als 109 US-Dollar je Barrel geklettert. Wegen des schwachen Greenbacks steigen die Einnahmen der Öl fördernden Staaten wesentlich schwächer.
Dem Golf-Kooperationsrat gehören neben Saudi-Arabien noch Bahrain, Katar, Kuwait, Oman und die Vereinigten Arabischen Emirate an.