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Donnerstag, 29. Januar 2009

Trotz Ölpreisknick: Shell gewinnt weiter

Trotz gesunkener Erdölpreise hat der niederländisch-britische Ölkonzern Royal Dutch Shell 2008 seinen Jahresgewinn erneut gesteigert. Der Gewinn kletterte von 27,6 Mrd. Dollar im Vorjahr auf nunmehr 31,4 Mrd. Dollar.

Allerdings verbuchte der nach Marktwert zweitgrößte private Erdölkonzern der Welt im vierten Quartal einen Gewinnrückgang von fast zwei Mrd. Dollar. Wegen deutlich gesunkener Ölpreise sowie des Rückgangs der Nachfrage nach Erdöl sanken bei Shell in den letzten drei Monaten des Jahres 2008 die Gewinne von 6,7 Mrd. Dollar im Vergleichszeitraum 2007 auf nun 4,8 Mrd. Dollar. Das entspricht einem Rückgang um rund 28 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.

Angesichts der deutlich schwächeren Weltwirtschaft seien die Ergebnisse aber zufriedenstellend, erklärte Shell-Konzernchef Jeroen van der Veer in Den Haag. Ungeachtet des Gewinnrückgangs im vierten Quartal gab Shell eine Erhöhung der Dividende auf 0,40 Dollar pro Aktie bekannt, eine Steigerung um elf Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Für 2008 insgesamt seien die Gewinne pro Aktie gegenüber 2007 um 16 Prozent gestiegen.

"Es bleibt unsere Strategie, wettbewerbsfähige und steigende Dividenden zu zahlen sowie bedeutende Investitionen zur Sicherung der künftigen Rentabilität zu tätigen", sagte Van der Veer. Die Rahmenbedingungen im Erdöl- und Erdgasbereich blieben allerdings weiterhin schwierig, so dass Shell sich auf eine strenge Kostendisziplin konzentriere.

Der Ölpreis war 2008 wegen der weltweiten Konjunkturschwäche von einem Rekordhoch im Sommer mit fast 150 Dollar pro Barrel (159 Liter) zum Jahresende zeitweise unter 40 Dollar gefallen. In den vergangenen Jahren hatten stetig steigende Ölpreise den Konzernen enorme Gewinne beschert.

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