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Meldungen

Montag, 01. Dezember 2008

Finanzkrise haut rein: Solarbranche blutet

Der weltgrößte Solarzellenhersteller Q-Cells rechnet wegen der Finanzkrise mit einem schwächeren Wachstum der Solarbranche. "Der Markt für Photovoltaik wird durch die Finanzkrise langsamer wachsen als von uns ursprünglich erwartet", sagte Firmenchef Anton Milner der "Berliner Zeitung". Es sei für die Unternehmen des Sektors deutlich schwieriger geworden, den rasanten Ausbau der Kapazitäten fortzusetzen.

Das Problem ist dabei nach Ansicht von Milner in erster Linie die Finanzierung: Niemand im Solarsektor könne seine Pläne mit Eigenmitteln verwirklichen, fügte er hinzu. "Aber die Banken sind durch die Finanzkrise bei der Kreditvergabe deutlich zurückhaltender. Es ist bereits jetzt ein sehr plötzlicher, kräftiger Stopp beim Bau von neuen Fertigungsanlagen zu erkennen." Nicht nur das Angebot sondern auch die Nachfrage könnte indes unter der Konjunkturkrise leiden. Es bestehe auch hier die Gefahr, "dass sich der Markt nicht so gut entwickelt, wie wir erhofft haben".

Vor kurzem zeigte sich das Bitterfelder Unternehmen für seine eigene Entwicklung noch optimistisch. Nach kräftigen Gewinn- und Umsatzsteigerungen in den ersten neuen Monaten hatte der Solarzellenhersteller Mitte November seine Jahresprognosen erneut erhöht.

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