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Rohstahl-Produktion bricht einStahlkocher in der Krise

12.01.2009, 16:04 Uhr

In Deutschland ist die Rohstahlproduktion zum Jahresende 2008 um mehr als ein Drittel zurückgegangen. Die deutschen Hüttenwerke kochen im Dezember 2008 rund ein Drittel weniger Rohstahl als vor Jahresfrist.

Nach einem drastischen Einbruch beim Auftragseingang ist die Rohstahlproduktion zum Jahresende 2008 um mehr als ein Drittel zurückgegangen. Mit 2,45 Mio. Tonnen Rohstahl kochten die deutschen Hüttenwerke im Dezember 2008 rund 34,7 Prozent weniger Rohstahl als noch im Vergleichsmonat des Vorjahres, berichtete das Statistische Bundesamt in Wiesbaden.

Die Roheisenproduktion ging sogar um 38 Prozent auf 1,63 Mio. Tonnen zurück. Damit habe sich der im November einsetzende Abwärtstrend zum Jahresende noch einmal verstärkt, so das Bundesamt. Hintergrund des Rückgangs bei den Auftragseingängen ist die Krise bei wichtigen Abnehmern wie etwa der Automobilindustrie.

Im Gesamtjahr 2008 war die Rohstahlproduktion um 5,6 Prozent auf 45,83 Mio. Tonnen zurückgegangen, die Roheisenproduktion verringerte sich um 6,6 Prozent auf 29,11 Mio. Tonnen. Noch im Jahr 2007 hatte die Branche auf dem Höhepunkt des Stahlbooms Rekordzahlen geschrieben.

Nach dem Einbruch zum Jahresende hatte sich der Finanzvorstand der Stahlsparte des größten deutschen Stahlkonzerns ThyssenKrupp, Peter Urban, in der vergangenen Wochen in einem Gespräch mit dem "Handelsblatt" für das neue Jahr bereits wieder zuversichtlich gezeigt. Zum Jahresanfang rechne das Unternehmen wieder mit steigenden Auftragseingängen, so Urban.

Für den Einbruch beim Auftragseingang machte er den Abbau von noch vorhandenen Lagerbeständen bei den Kunden verantwortlich. Als Reaktion auf die Krise hatte ThyssenKrupp in seiner Stahlsparte die Weihnachtsferien verlängert und Kurzarbeit angekündigt.