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Venezuela gegen Bush-BitteStreit um Opec-Quote

25.01.2008, 20:08 Uhr

Die von den Saudis in Aussicht gestellte Entlastung der US-Wirtschaft könnte beim Opec-Treffen Anfang Februar im Sande verlaufen. Denn nach dem Generalsekretär Abdullah al-Badri stemmt sich nun auch Opec-Mitglied Venezuela gegen eine Anhebung der Förderquoten.

Innerhalb der Organisation Erdöl exportierender Länder (Opec) zeichnet sich Streit um die von Saudi-Arabien in Aussicht gestellte Anhebung der Förderquoten ab. Nach Aussage von Venezuelas Ölminister will die Opec bei ihrem Treffen Anfang Februar vor allem die Auswirkungen der US-Konjunkturschwäche auf den Ölmarkt näher untersuchen. "Bei dem kommenden OPEC-Treffen werden wir die Folgen für den Energiemarkt genau evaluieren", sagte Rafael Ramirez am Freitag zu Reportern in Caracas.

Die Entscheidung über die Fördermenge müsse vorsichtig durchdacht werden. Der Druck, die Förderquote bei dem anstehenden OPEC-Treffen in Wien zu erhöhen, sei aus den USA am höchsten, stellte der Ölminister fest. "Wir können nicht dem Druck der US-Regierung nachgeben, den Output anzuheben", erklärte Ramirez.

Der Ölminister bekräftigte, der Markt sei ausreichend mit Erdöl versorgt. "Die Fundamentaldaten des Markts zeigen, dass genug Öl gelagert und auch ausreichend Rohöl bereitgestellt wird", sagte Ramirez, der zugleich Präsident des staatlichen Ölkonzerns Petroleos de Venezuela ist.

Bei seinem Besuch in Saudi-Arabien Mitte Januar hatte US-Präsident Georg W. Bush eine Anhebung der Förderquoten gefordert.