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Keine Entlastung für ZumwinkelTelekom-Aktionäre kritisch

01.05.2009, 10:35 Uhr

Dem ehemaligen Post-Chef Klaus Zumwinkel droht auch als Aufsichtsrat der Telekom Ungemach. Die Aktionäre des Unternehmens verweigern ihm die Entlastung. Grund ist die unklare Rolle des Managers in der Spitzelaffäre. Ebenso wie Ex-Telekom-Chef Ricke steht Zumwinkel zudem ein Schadenersatzklage in Millionenhöhe ins Haus.

Mit Blick auf seine ungeklärte Rolle in der Telekom- Spitzelaffäre haben die Aktionäre der Deutschen Telekom den früheren Aufsichtsratsvorsitzenden Klaus Zumwinkel die Entlastung verweigert. Wie von Vorstand und Aufsichtsrat vorgeschlagen, wurde die Entscheidung auf der Telekom-Hauptversammlung am Donnerstag in Köln auf die kommende ordentliche Hauptversammlung im Jahr 2010 verschoben. Zumwinkel war im Zuge der Affäre um die Bespitzelung von Aufsichtsräten und Journalisten ins Fadenkreuz der Bonner Staatsanwaltschaft geraten.

Die Telekom stellte inzwischen gegen ihn genau wie gegen den ehemaligen Konzernchef Kai-Uwe Ricke Schadenersatzforderungen in Höhe von einer Million Euro. Der neue Telekom-Datenschutz-Vorstand Manfred Balz sagte auf der Hauptversammlung, die Telekom gehe davon aus, dass Zumwinkel gemeinsam mit Ricke den Auftrag zur Bespitzelung von Journalisten erteilt habe. Die Spitzelaffäre spielte allerdings auf der Aktionärsversammlung keine so große Rolle wie im Vorfeld erwartet.