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Erholung an der BörseThai-Schock überwunden

20.12.2006, 06:54 Uhr

Nach den Panikverkäufen an der Börse von Thailand hat die Regierung den Markt mit der Teil-Rücknahme unpopulärer neuer Vorschriften für ausländische Investoren beruhigt. Die Aktien schlossen am Mittwoch 11,2 Prozent höher als am Vortag.

Nach den Panikverkäufen an der Börse von Thailand hat die Regierung den Markt mit der Teil-Rücknahme unpopulärer neuer Vorschriften für ausländische Investoren beruhigt. Die Aktien schlossen am Mittwoch 11,2 Prozent höher als am Vortag, als der Index SET mit knapp 15 Prozent innerhalb eines Tages so viel wie seit 16 Jahren nicht mehr eingebrochen war.

Der Index lag am Ende bei 691,44 Punkten, das Handelsvolumen erreichte 55 Milliarden Baht (1,2 Milliarden Euro). "Nach dem Handelsvolumen zu urteilen sind die Auslandsinvestoren nach den Panikverkäufen von Dienstag zurückgekehrt", sagte eine Analystin beim Investmenthaus KTB Securities in Bangkok.

Die Talfahrt am "schwarzen Dienstag" ging auf eine überraschende Verfügung der Bank von Thailand von Montagabend zurück. Danach sollten Auslandsinvestoren ab sofort 30 Prozent ihrer Einlagen zinsfrei bei der Bank hinterlegen und erst nach einem Jahr strafzinsfrei abziehen dürfen. Damit sollten Spekulationen mit dem Baht wie 1997 unterbunden werden, als eine plötzliche Kapitalflucht aus Thailand die schwere Asienkrise auslöste.

Nach einem Krisengespräch mit Brokern und Investmentfondsmanagern nahm Finanzminister Pridiyathron Devakula die Maßnahme für ausländische Direktinvestitionen wieder zurück. "Ich hoffe, dies stellt das Vertrauen der ausländischen Investoren wieder her und bringt den Aktienmarkt zurück zu seinem normalen Niveau", sagte der Minister im Fernsehen.

Der Baht, der im Laufe des Jahres gegenüber dem Dollar mehr als 14 Prozent zugelegt hat und der Exportwirtschaft zu schaffen macht, wurde mit 35,80 pro Dollar gehandelt. Nach dem Neun-Jahres-Hoch von 35,09 Dollar am Dienstag schwächte er sich damit wieder ab.