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Montag, 09. November 2009

Bestechungsskandal im Rheinland: Trienekens-Prozess eingestellt

Das Landgericht Bonn hat das Bestechungsverfahren gegen den früheren Müllunternehmer Hellmut Trienekens vorläufig eingestellt. Im Gegenzug muss Trienekens nach innerhalb eines Monats eine halbe Million Euro zahlen.
Hellmut Trienekens ist schwer krank.

Hellmut Trienekens ist schwer krank.
(Foto: dpa)

Von der halben Million Euro gehen 350.000 Euro an die Gerichtskasse und 150.000 Euro an soziale Einrichtungen. Die Anklage hatte Trienekens zur Last gelegt, dem Ex-Geschäftsführer der Rhein-Sieg-Abfallwirtschaftsgesellschaft (RSAG) Bestechungsgelder in Höhe von etwa 1,1 Millionen Euro gezahlt zu haben. Im Gegenzug soll Trienekens für sein Unternehmen den Zuschlag für die Kompostierung von Bio- und Grünabfällen im Rhein-Sieg-Kreis erhalten haben.

Bei ihrer Einstellungsentscheidung berücksichtigte die Bonner Kammer den Gesundheitszustand des seit Jahren schwer erkrankten Trienekens sowie eine außergerichtliche Einigung des früheren "Müllkönigs" mit der RSAG. Trienekens hatte sich nach Gerichtsangaben mit der Abfallwirtschaftsgesellschaft auf einen Schadensausgleich in Höhe von 19 Millionen Euro verständigt.

dpa

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