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Abgedichtete Immo-FondsUBS verlängert die Eiszeit

24.04.2009, 16:39 Uhr

Die UBS muss ihre beiden offenen Immobilienfonds anscheinend länger auf Eis halten als zunächst angekündigt. Anleger sollen spätestens in sechs Monaten wieder auf ihr Geld zugreifen dürfen.

Die UBS muss ihre beiden offenen Immobilienfonds anscheinend länger eingefroren halten als zunächst angekündigt. Aufgrund der aktuellen Marktlage und der Liquiditätsentwicklung der beiden Fonds würden für einen Zeitraum von längstens weiteren sechs Monaten keine Anteilsscheine zurückgenommen, teilte die Fonds-Tochter der Schweizer Bank, die UBS Real Estate, mit. Die Gesellschaft hatte im Herbst 2008 die Anteilsscheinrücknahme für zunächst sechs Monate ausgesetzt.

Noch Ende März hatte es geheißen, die Kapitalanlagegesellschaft wolle die beiden deutschen offenen Immobilienfonds UBS Euroinvest und UBS 3 Kontinente wie geplant im April wieder öffnen. Die Fonds seien Ende Oktober für sechs Monate geschlossen worden. Bei der UBS ging man zu diesem Zeitpunkt davon aus, dass die liquiden Mittel der Vehikel ausreichen würden, um die erste Welle von Verkäufen zu bedienen.

In der Finanzkrise hatten vor allem institutionelle Investoren im Oktober Milliardensummen aus offenen Immobilienfonds abgezogen. Mehrere Gesellschaften setzten daraufhin die Rücknahme von Anteilsscheinen vorübergehend aus. Zwölf Fonds wurden eingefroren. Ein Vermögen von mehr als 30 Mrd. Euro war damit auch für private Anleger nicht mehr verfügbar.

Bislang nimmt lediglich die Degi bei einem ihrer beiden Fonds Anteilsscheine zurück. Die SEB hat dies für ihren Fonds für das zweite Quartal angekündigt.