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Heftiger als erwartetUS-Konjunktur bricht ein

29.04.2009, 14:43 Uhr
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Die US-Wirtschaft ist zu Jahresbeginn noch stärker eingebrochen als erwartet. Das Bruttoinlandsprodukt der weltgrößten Volkswirtschaft sank im ersten Quartal 2009 mit einer auf das Jahr hochgerechneten Rate von 6,1 Prozent, wie das Handelsministerium auf Basis vorläufiger Berechnungen mitteilte.

Die US-Wirtschaft ist zu Jahresbeginn noch stärker eingebrochen als ohnehin schon erwartet. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) der weltgrößten Volkswirtschaft sank im ersten Quartal 2009 mit einer auf das Jahr hochgerechneten Rate von 6,1 Prozent, wie das Handelsministerium auf Basis vorläufiger Berechnungen mitteilte.

Damit schrumpfte die Wirtschaft fast so stark wie im vierten Quartal 2008, als der Abschwung mit 6,3 Prozent so kräftig war wie seit 1982 nicht mehr. Analysten hatten zum Jahresauftakt im Schnitt mit einem Rückgang von 4,9 Prozent gerechnet.

Talfahrt geht weiter

Es ist das erste Mal seit der Ölkrise 1974/75, dass die US-Wirtschaft drei Quartale in Folge schrumpft. Grund waren vor allem drastisch fallende Exporte und Investitionen der Firmen. Die USA befinden sich seit fast eineinhalb Jahren in der Rezession. Zuletzt hatte es zaghafte Signale gegeben, dass der Abschwung etwas an Fahrt verliert.

Die meisten Volkswirte gehen davon aus, dass noch bis in das zweite Halbjahr hinein mit einem sinkenden BIP zu rechnen ist. Erst in der vergangenen Woche hatte der Internationale Währungsfonds (IWF) prognostiziert, dass die US-Wirtschaft angesichts der weltweiten Wirtschafts- und Finanzkrise in diesem Jahr um 2,8 Prozent schrumpfen wird.

"Es steht außerfrage - das ist in vielerlei Hinsicht der schwerste wirtschaftliche Schock in der Nachkriegsära", sagte Neal Soss, Chefvolkswirt von Credit Suisse in New York. Allein die Exporte schrumpften um 30 Prozent und damit so stark wie seit 1969 nicht mehr. Die Rezession schreckte Firmen von Investitionen ab: Hier gab es einen Rekordrückgang von rund 38 Prozent.

Statt neuer Produktion bauten die Unternehmen ihre Lager im Rekordtempo ab: Die Bestände schrumpften um 103,7 Mrd. US-Dollar im Vergleich zum vierten Quartal 2008. Klammert man dies aus, wäre die Wirtschaft nur um 3,4 Prozent eingebrochen. Dies könnte nach Ansicht von Experten allerdings im laufenden Frühjahrsquartal die Wirtschaft ankurbeln, denn irgendwann müssen die Firmen ihre Lager wieder auffüllen.

Positiv überrascht zeigten sich Experten vom Anstieg der Verbraucherausgaben von 2,2 Prozent. Die Amerikaner kommen mit ihrem Privatkonsum immerhin für mehr als zwei Drittel der gesamten Wirtschaftsleistung auf.

Quelle: null