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Rotorion-Verkauf geplantUmstrukturierung bei Tognum

30.06.2008, 07:19 Uhr

Der Motorenhersteller Tognum ordnet seine kleineren Sparten neu. Es werde der Verkauf der Autozuliefersparte Rotorion geprüft, die Pkw-Gelenkwellen herstellt und 223 Mio. Euro Jahresumsatz macht, sagte Vorstandschef Heuer. Das Unternehmen aus Friedrichshafen will die Produktion im Kerngeschäft mit Großmotoren schnell aufstocken.

Der Motorenhersteller Tognum ordnet seine kleineren Sparten neu. Es werde der Verkauf der Autozuliefersparte Rotorion geprüft, die Pkw-Gelenkwellen herstellt und 223 Mio. Euro Jahresumsatz macht, sagte Vorstandschef Volker Heuer der "Financial Times Deutschland".

Außerdem würden derzeit drei Tochterfirmen für Energieanlagen zusammengeführt, und er suche für dieses Geschäft Zukaufskandidaten. Auch wolle er ins Geschäft mit Technik zur Abgasnachbehandlung einsteigen, sagte Heuer. Das sei eine künftige Schlüsseltechnologie, ein Zukauf sei nicht ausgeschlossen.

Das Unternehmen aus dem baden-württembergischen Friedrichshafen, an dem Daimler mittlerweile wieder mit gut 22 Prozent beteiligt ist, will die Produktion im Kerngeschäft mit Großmotoren schnell aufstocken. "Wir brauchen dringend einen Standort für ein Logistikzentrum im Raum Friedrichshafen, um in bestehenden Werken Platz für die Motorenproduktion zu schaffen. Sonst ist unser Wachstumskurs gefährdet", sagte Heuer. Im Motorengeschäft strebt der Manager ein Umsatzplus von 9 bis 10 Prozent an.

Falls das Unternehmen keinen Standort für das Logistikzentrum finde, könne Tognum gezwungen sein, den Bau einer Motorenserie nach Asien oder in die USA zu verlegen, erklärte Heuer. Verhandlungen mit der Stadt Friedrichshafen liefen, und Heuer sei zuversichtlich, dass es eine Einigung gibt. "Die Entscheidung sollte aber schnell, in drei bis vier Monaten, fallen, damit wir das Logistikzentrum in zwei Jahren in Betrieb nehmen können."