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Banken geben EntwarnungUngestörte Kartenzahlung

17.06.2008, 18:04 Uhr

Der Gebühren-Streit zwischen Mastercard und der EU bleibt nach Branchenangaben vorerst ohne Auswirkungen auf die Kunden. Zahlungen und das Abheben von Bargeld seien weiterhin auch außerhalb Deutschlands möglich.

Der schwelende Gebühren-Streit beim Kreditkarten-Unternehmen Mastercard hat nach Branchenangaben vorerst keine Auswirkungen auf die Kunden von Banken und Sparkassen. Speziell zur jetzt beginnenden Urlaubszeit seien das Abheben von Bargeld und Kartenzahlungen weiterhin auch außerhalb Deutschlands möglich, teilte der "Zentrale Kreditausschuss" als Spitzenorganisation der deutschen Finanzwirtschaft in Berlin mit. Allerdings weist das Gremium auch darauf hin, dass Banken und Sparkassen selbst darüber entscheiden, wie sie auf die jüngste Aussetzung der Entgeltzahlungen von Mastercard reagierten.

Nach Druck der EU-Kommission hatte Mastercard entschieden, zum 21. Juni ein übliches Interbankenentgelt für grenzüberschreitende Zahlungen in Europa auszusetzen. Dies hat nach Angaben des Zentralen Kreditausschusses zur Folge, dass kartenausgebende Institute kein Entgelt mehr für bestimmte Dienstleistungen bekommen. Dazu gehört, dass sie grenzüberschreitende Maestro- oder Mastercard-Zahlungen autorisieren und dabei eine Zahlungsgarantie übernehmen.

Markteingriff mit Folgen

Die EU-Kommission rechnet nach früheren Angaben damit, dass ihr Durchgreifen gegen Gebühren von Mastercard und auch bei seinem Konkurrenten Visa zu sinkenden Preisen im Einzelhandel führt.