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Neue Jobs in OsteuropaUnicredit kürzt bei der HVB

26.06.2008, 08:35 Uhr

Die italienische Großbank UniCredit will nach eigenen Angaben 9000 Stellen in Westeuropa abbauen. Etwa fünf Prozent der insgesamt gut 180.000 Mitarbeiter müssen gehen. Auch die HVB ist betroffen.

Die italienische Großbank UniCredit baut 9000 Stellen in Westeuropa ab. Das teilte die Mutter der Münchner HVB am Donnerstag in Wien mit. Die Bank bestätigte damit entsprechende Presseberichte zum Teil. Den Angaben zufolge müssen etwa fünf Prozent der insgesamt gut 180.000 Mitarbeiter der Unicredit-Gruppe gehen. Unternehmenskreisen zufolge entfällt der Großteil davon auf Italien, wo die UniCredit gerade den Rivalen Capitalia geschluckt hat. Aber auch die HVB soll von den Kürzungen betroffen sein. Eine mit der Situation vertraute Person sagte Reuters, mindestens 2000 Jobs würden wegfallen. In den rasant wachsenden Märkten Osteuropas will die UniCredit dagegen 1300 neue Filialen öffnen und dadurch 11.500 Stellen schaffen.

In Berichten des "Handelsblatts" und der "Financial Times Deutschland" war zuvor bereits über einen massiven Stellenabbau spekuliert worden. In der "FTD" hieß es, Unicredit wolle bis 2011 bis zu 10.000 Stellen abbauen. Davon könnten fast 2.000 Stellen in Deutschland wegfallen.

Die HVB gehört seit 2005 zur UniCredit. Seitdem ist sie radikal umgebaut worden. Die einstige Tochter und Ertragsperle Bank Austria wurde nach Mailand abgegeben, dafür wird die Kompetenz für das Investmentbanking der gesamten Gruppe bei der HVB gebündelt. Ende 2005 hatten die Münchner rund 27.300 Mitarbeiter, Ende 2007 waren es nur noch 24.800.

Italiens größte Bank bekräftigte zudem ihren Ausblick für dieses Jahr und gab neue Ziele bis 2010 aus: Demnach soll sich der Gewinn je Aktie 2008 weitgehend unverändert auf 0,52 bis 0,56 Euro belaufen. Bis 2010 soll diese Kennziffer pro Jahr um zehn bis zwölf Prozent zulegen. Zudem soll sich die Ausstattung mit Eigenkapital deutlich verbessern. Nach den jüngsten Zukäufen liegt die UniCredit hier im Vergleich mit anderen europäischen Großbanken weit unter dem Schnitt.