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Montag, 29. September 2008

Bankensterben geht weiter: Wachovia an Citigroup

Der US-Finanzkonzern Citigroup kauft weite Teile der durch die Kreditkrise angeschlagenen viertgrößten US-Bank Wachovia. Die Übernahme erfolgte unter Vermittlung der Bankenaufsicht und der US-Regierung. Das teilte die staatliche Einlagensicherung FDIC in Washington mit.

Citigroup übernehme den Großteil der Filialen und Kundengelder sowie auch Verluste des Wettbewerbers. Wachovia sei aber nicht wie zuletzt andere Banken vor dem Verkauf zusammengebrochen, betonte die Behörde.

Die traditionsreiche Wachovia war nach einem Rekordminus und einem Kurssturz an der Börse zuletzt immer stärker unter Druck geraten. Sie führte bereits seit Tagen Verkaufsverhandlungen mit mehreren Banken. Erst in der vergangen Woche war die bisher führende amerikanische Sparkasse Washington Mutual in der bislang größten Banken-Pleite der US-Geschichte zusammengebrochen und anschließend weitgehend verkauft worden.

Die Citigroup und die Einlagensicherung FDIC teilen sich die Verluste bei Wachovia. So werde die Citigroup bis zu 42 Mrd. Dollar an möglichen Verlusten aus einem riskanten Wachovia-Kreditbestand von 312 Mrd. Dollar schultern. Darüber hinausgehende Ausfälle sichere die FDIC ab. Dafür erhalte die FDIC Citigroup-Vorzugsaktien im Volumen von 12 Mrd. Dollar.

Der Schritt sei nötig gewesen, um das Vertrauen in die Bankenbranche zu erhalten, sagte FDIC-Chefin Sheila Bair. Für die Wachovia-Kunden ändere sich außer dem Eigentümerwechsel nichts.

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