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Mindestlohn, ja bitte!Weitere Branchen am Start

19.12.2007, 07:44 Uhr

In der deutschen Wirtschaft sind mindestens drei weitere Branchen offen für die Einführung eines Mindestlohns. Einer Umfrage unter Arbeitgeberverbänden zufolge befürworten die Wirtschaftszweige Zeitarbeit, Sicherheits- und Wachdienste sowie das Entsorgungsgewerbe eine festgesetzte Lohnuntergrenze für die Beschäftigten. Die Vorschläge bei der Lohnhöhe gehen allerdings weit auseinander.

In der deutschen Wirtschaft sind mindestens drei weitere Branchen offen für die Einführung eines Mindestlohns. Wie die "Bild"-Zeitung unter Berufung auf eine Umfrage unter Arbeitgeberverbänden berichtet, befürworteten die Wirtschaftszweige Zeitarbeit, Sicherheits- und Wachdienste sowie das Entsorgungsgewerbe eine festgesetzte Lohnuntergrenze für die Beschäftigten. Auf Seiten der Arbeitgeber in der Pflegebranche sei eine abschließende Entscheidung noch nicht gefallen.

Allerdings gehen die Vorschläge bei der Lohnhöhe weit auseinander, wie das Blatt weiter schreibt. Sie reichten je nach Region auf Arbeitgeberseite von 5,50 Euro bis 8,0 Euro. Die Gewerkschaft Verdi fordere dagegen etwa für die Entsorger 10,50 Euro.

Die CDU ist derweil uneins über ihr Vorgehen beim Mindestlohn. Der Vorsitzende des CDU-Wirtschaftsrats, Kurt Lauck, sprach sich in der "Bild" für einen bundesweiten, gesetzlichen Mindestlohn, der von den Tarifparteien ausgehandelt werden müsse. Dagegen sprachen sich die CSU-Chef Erwin Huber, CSU-Landesgruppenchef Peter Ramsauer und der CDU-Politiker Georg Brunnhuber gegen einen Mindestlohn für Zeitarbeiter aus.

Ein einheitlicher Mindestlohn für alle Arbeitnehmer - nach Arbeitsminister Scholz (SPD) fordert das auch Finanzminister Steinbrück (SPD). Eine deutschlandweite Untergrenze sei "übersichtlicher" als Lösungen für einzelne Branchen.