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StichwortLebertransplantation

26.06.2009, 12:59 Uhr

Mit etwa 1500 Gramm ist die Leber das schwerste Körperorgan nach der menschlichen Haut. Sie liegt im rechten oberen Viertel der Bauchhöhle und hat große Bedeutung für den Stoffwechsel.

Mit etwa 1500 Gramm ist die Leber das schwerste Körperorgan nach der menschlichen Haut. Sie liegt im rechten oberen Viertel der Bauchhöhle und hat große Bedeutung für den Stoffwechsel: Die Leber produziert Gallenflüssigkeit und verarbeitet und speichert chemische Substanzen. Außerdem baut sie Stoffwechselprodukte und Gifte ab. Bei einem Versagen des Organs ist der Betroffene vom Tod bedroht, da der Körper nicht mehr entgiftet wird. Häufig siedeln sich Tochtergeschwülste aus anderen von Krebs befallenen Organen in der Leber an. Betroffene leiden unter Müdigkeit oder Gewichtsverlust.

Verpflanzungen, bei denen eine schwer erkrankte Leber durch eine gesunde ersetzt wird, haben erst seit wenigen Jahren größere Erfolgsaussichten. Wegen der vielen Blutgefäße und der Gallengänge, die durch das Organ laufen, ist die Lebertransplantation besonders aufwendig. Die erste Transplantation in Deutschland erfolgte 1969 an der Bonner Chirurgischen Universitätsklinik. Der Patient überlebte nur ein halbes Jahr.

Heute leben ein Jahr nach der Verpflanzung durchschnittlich noch 80 bis 90 Prozent der Patienten, nach fünf Jahren noch 70 bis 80 Prozent. Zum ersten Mal wurde 1996 im Berliner Virchow-Klinikum eine Patientin an eine Kunstleber angeschlossen, um die Wartezeit bis zur Transplantation zu überbrücken.

Quelle: dpa