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StichwortSuizid

08.01.2009, 08:15 Uhr

Jährlich scheiden tausende Menschen in Deutschland freiwillig aus dem Leben. Obwohl die Selbstmordrate im Jahr 2007 auf einen Tiefstand gesunken ist, nahm sich im Schnitt alle 47 Minuten ein Mensch das Leben.

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Der Sturz in die Tiefe zählt zu den "harten" Methoden, sich das Leben zu nehmen. (Foto: Associated Press)

Jährlich scheiden tausende Menschen in Deutschland freiwillig aus dem Leben. Obwohl die Selbstmordrate im Jahr 2007 auf einen Tiefstand gesunken ist, nahm sich im Schnitt alle 47 Minuten ein Mensch das Leben. Insgesamt wurden 9402 Selbsttötungen registriert. Experten gehen allerdings davon aus, dass die wirkliche Zahl deutlich höher ist. Mit 75 Prozent wählten deutlich mehr Männer als Frauen den Suizid. Der Statistik zufolge sterben in Deutschland mehr Menschen durch Selbstmord als durch Verkehrsunfälle, Drogen und Gewaltverbrechen zusammen.

Die Gründe für einen Suizid sind unterschiedlich. In vielen Fällen leidet der Betroffene unter einer schweren Depression. Er hält seine Situation für ausweglos. Auslöser sind oft zwischenmenschliche Probleme, Trennungen oder der Tod eines nahestehenden Menschen. Auch berufliche Schwierigkeiten, Krankheiten oder Einsamkeit lassen in manchem den Wunsch nach dem Tod wachsen.

Häufige Todesarten sind die sogenannten harten Methoden wie Erhängen und Ersticken, der Sturz in die Tiefe, Erschießen, sich vor einen Zug oder ein Auto werfen und tiefe Schnitte. Als "weiche" Methoden gelten Vergiftungen etwa durch Medikamente, Drogen oder Gase. Männer und jüngere Menschen wählen eher "harte" Vorgehensweisen.

Quelle: dpa