Fundsache, Nr. 8666000 Jahre alte Statue

Der bärtige Mann ist 35 Zentimeter groß und aus Basalt. Mit welchen Werkzeugen er einst aus diesem harten Gestein gehauen wurde, können die Archäologen bisher nicht erklären.
Deutsche Archäologen haben im Osten Jordaniens eine ungewöhnliche Basaltstatue entdeckt, die zwischen 5500 und 6000 Jahre alt sein soll. Für die Forscher der Freien Universität Berlin, die in der Region Nord-Badia mit Archäologen der jordanischen Mutah Universität zusammenarbeiten, ist die kleine Statue interessant. Mit welchen Werkzeugen die Bewohner der unwirtlichen Wüstenregion einst den harten Basalt bearbeiteten, ist noch fraglich.
Die Bekleidung des dargestellten Mannes lässt zudem Rückschlüsse auf die damaligen Bewohner des Gebietes zu. Nach Medienberichten stellt die 35 Zentimeter große Statue, die von den Forschern "Dalisch" getauft wurde, einen bärtigen Mann dar. Der Mann trägt ein Gewand, das der traditionellen Kleidung der arabischen Beduinen ähnelt, die heute noch in der Region leben.
Die Statue wurde in einem Grab entdeckt, das zu den Ruinen einer Siedlung gehört. Diese Siedlung liegt in einem bis heute nur schwer zugänglichen Gebiet unweit der Grenze zu Saudi-Arabien, rund 130 Kilometer östlich der Ortschaft Al-Dschafr.