Fundsache, Nr. 525Abdruck von "Ida" ausgesellt
Vom Rummel um das Uraffen-Fossil Ida aus der Grube Messel bei Darmstadt will nun auch das Naturhistorische Museum in London profitieren.
Vom Rummel um das Uraffen-Fossil Ida aus der Grube Messel bei Darmstadt will nun auch das Naturhistorische Museum in London profitieren. Von Mittwoch an könnten Besucher einen Abdruck des 47 Millionen Jahre alten Fossils bewundern, teilte das Natural History Museum in London mit. Forscher präsentierten den Fund vergangene Woche in New York und lösten damit einen Medienrummel aus. Der norwegische Paläontologe Jörn Hurum von der Universität Oslo hatte das Fossil aufgestöbert und nach seiner Tochter Ida benannt. Während der Abdruck in London gezeigt wird, soll das Original diese Woche nach Oslo zurückkehren.
Ida liefert nach Ansicht der Forscher bahnbrechende neue Informationen über die Evolution des Menschen. Die sehr gut erhaltene Versteinerung sei möglicherweise ein bislang fehlendes Verbindungsstück an der Wurzel vom Stammbaum des Menschen. Ida soll somit der älteste Vorfahre des Menschen sein. Die riesige Vermarktung des Fundes hatte allerdings Kritik anderer Forscher hervorgerufen. Auch an der Bedeutung hatten Wissenschaftler Zweifel angemeldet.