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Fundsache

Freitag, 02. Mai 2008

Fundsache, Nr. 328: Androgyner Echnaton

Pharao Echnaton hatte mindestens sechs Kinder, aber besonders männlich war er offenbar nicht: Ein Medizinhistoriker der Universität Yale präsentierte auf einer Konferenz die Ergebnisse von Bildanalysen, wonach der altägyptische Herrscher "einen weiblichen Körper mit breiten Hüften und Brüsten" hatte.

Irwin Braverman führt die androgyne Erscheinungsform Echnatons auf eine genetische Mutation zurück, die eine ungewöhnlich ausgeprägte Umwandlung von männlichen Hormonen in weibliche Hormone bedingte. Die als Marfan-Syndrom bezeichnete Besonderheit ging auch mit besonders länglichen Formen der Finger und des Kopfes einher. Die mit Hilfe von Statuen und Abbildungen gewonnene Diagnose könnte einfach überprüft werden, wenn die Mumie eindeutig ermittelt werden könnte, sagte Braverman. Dann müssten noch die ägyptischen Behörden einer DNA-Untersuchung zustimmen.

Echnaton, der als Vater von Tutanchamun gilt, regierte Mitte des 14. vorchristlichen Jahrhunderts. Mit seiner Herrschaft wird die Einführung des Monotheismus in Verbindung gebracht.

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