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Die Fossilienfundstätte Malapa, auch "Wiege der Menschheit" genannt.
Die Fossilienfundstätte Malapa, auch "Wiege der Menschheit" genannt.(Foto: Wikipedia/Lee R. Berger)

Fundsache, Nr. 1178: Fossilien unbekannter Fuchsart

Forscher entdecken in Südafrika Versteinerungen einer bislang unbekannten Art von Füchsen. Der Fund weckt Hoffnungen auf Erkenntnisse zu Abstammungslinien moderner Hunde.

Archäologen haben in Südafrika Fossilien einer bislang unbekannten Art von Füchsen entdeckt. Die nahe Johannesburg,  in der Fossilienfundstätte Malapa, gefundenen Versteinerungen legten nahe, dass die Tiere vor etwa zwei Millionen Jahren gelebt hätten, berichteten die Wissenschaftler in der Fachzeitschrift "Transactions of the Royal Society of South Africa". Sie gaben den Tieren demnach den Namen Vulpes Skinneri und benannten sie damit nach dem südafrikanischen Umweltschützer John Skinner.

"Füchse sind in Afrikas Geschichte der Fossilien außerordentlich selten", schrieben die Forscher in der Zeitschrift. Ihre Herkunft sei einer der am wenigsten erforschten Bereiche. "Es ist wundervoll, eine mögliche Vorgängerart heute lebender Füchse zu entdecken", hieß es weiter. Die Wissenschaftler hoffen demnach auch, aus den Fossilien Schlüsse über die Abstammungslinien moderner Hunde ziehen zu können.

Seit der Entdeckung der Fossilienfundstätte Malapa, einer Höhle, im Jahr 2008 wurden dort mehr als 80 Tierarten aus fünf verschiedenen Familien gefunden, die meisten davon in sehr gutem Zustand. Sie trugen beispielsweise keine Spuren von Angriffen durch Fleischfresser, waren daher gut erhalten und exzellent geeignet für wissenschaftliche Untersuchungen. Aufgrund der vielen Sensationsfunde wird Malapa auch "Wiege der Menschheit" genannt.

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Quelle: n-tv.de

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