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Hoffnung für Sahara-GeiselnChrobog sieht baldige Lösung

14.08.2003, 14:14 Uhr

In das Drama um die nach Mali verschleppten 14 europäischen Geiseln ist wieder Bewegung gekommen. Der deutsche Staatssekretär im Auswärtigen Amt, Chrobog, sagte nach einer Unterredung mit dem malischen Präsidenten Tour, dass man schon sehr bald eine Lösung erreichen werde.

In das Drama um die nach Mali verschleppten 14 europäischen Sahara-Geiseln ist wieder Bewegung gekommen. Der deutsche Staatssekretärs im Auswärtigen Amt, Jürgen Chrobog, sprach am Donnerstag mit dem malischen Präsidenten Amadou Toumani Tour und erklärte: "Wir glauben, dass wir, die deutsche und malische Regierung, gemeinsam schon sehr bald eine Lösung erreichen werden. Ich bin gewiss zuversichtlich".

Die Verhandlungen seien in einer sehr entscheidenden Phase, er könne aber zu Details noch nichts sagen. Chrobog betonte, dass Gerüchte über einen sich rapide verschlechternden Gesundheitszustand der Geiseln falsch seien. "Wir haben keinerlei Hinweise, dass er wirklich ernsthaft schlecht sein sollte", sagte Chrobog in Mali vor seinem Abflug nach Berlin.

Das Geiseldrama hatte Anfang des Jahres im algerischen Teil der Sahara begonnen. Nach der Befreiung der ersten Gruppe der verschleppten Touristen war eine Geisel - die Augsburgerin Michaela Spitzer - Ende Juni an einem Hitzschlag in der Wüste gestorben. Bei den übrigen 14 Europäern, die sich noch in der Gewalt der Geiselnehmer befinden, handelt es sich um neun Deutsche, vier Schweizer und einen Niederländer.