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Leere LokaleGastwirte klagen

14.03.2003, 14:30 Uhr

Die Flaute im Gastgewerbe findet kein Ende. Das Statistische Bundesamt meldet schwache Umsatzzahlen für Januar. Gegenüber Dezember 2002 konnte eine leichte Besserung verbucht werden.

Nach deutlich gesunkenen Umsätzen im vergangenen Jahr hat das Gastgewerbe in Deutschland auch 2003 einen schlechten Start erwischt. Wie das Statistische Bundesamt berichtete, musste die Branche im Januar ein Umsatzminus von nominal 7,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat verbuchen. Real waren es minus 8,6 Prozent.

Ernst Fischer, Präsident des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes (Dehoga), machte zuletzt die Hiobsbotschaften von erneuten Steuer- und Abgabenerhöhungen für die schlechten Zahlen verantwortlich. Als äußerst konjunktursensible Branche würde das Gastgewerbe in besonders starkem Ausmaß unter der schwachen Wirtschaftslage leiden.

Bereits seit Oktober 2002 entwickle sich das Gastgewerbe ausgesprochen negativ, hieß es. Nach leichten Einbrüchen im Frühjahr 2002 verschärfte sich der Negativtrend von Monat zu Monat und sprang schließlich im Herbst auf rund sieben Prozent Umsatzminus. Selbst feuchtfröhliche Weihnachtsfeiern und erste Skiurlaube konnten daran nichts ändern. Im Dezember 2002 wurde mit nominal 8,7 Prozent sogar ein Rekordminus erzielt. Für das Gesamtjahr 2002 musste die Branche ein Umsatzminus von nominal 4,0 Prozent und real 7,3 Prozent verzeichnen.

Auch Anfang 2003 ist keine Erholung in Sicht. In allen drei Sparten gingen die Umsätze sowohl nominal als auch real zurück. Immerhin gelang es dem Hotellerie- und Gastgewerbe den Dezemberwert zu unterschreiten. Ob darin allerdings bereits ein leichter Aufwärtstrend zu sehen ist, bleibt allerdings mehr als fraglich.

Im Beherbergungsgewerbe schlug ein Minus von nominal 6,4 Prozent und real 8,1 Prozent zu Buche. Kantinen und Caterer erzielten nominal 7,9 Prozent und real 8,9 Prozent weniger. Das Gaststättengewerbe verlor nominal 7,8 Prozent und real 9,0 Prozent.