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Aber 20 Jahre HaftLebensrettende 0,01 Gramm

21.08.2003, 11:40 Uhr

Weil er 499,99 statt 500 Gramm Cannabis bei sich hatte, ist in ein Drogendealer in Singapur der Todesstrafe entgangen.

Weil er 499,99 statt 500 Gramm Cannabis bei sich hatte, ist in ein Drogendealer in Singapur der Todesstrafe entgangen.

Der asiatische Stadtstaat schreibt ab einer Menge von 500 Gramm zwingend die Todesstrafe vor. Bei Dhanabalan Gopalkrishnan fand die Polizei dagegen genau 0,01 Gramm weniger. Das berichtet die Zeitung "Straits Times". Der 33-Jährige wurde demnach zu 20 Jahren Haft und 24 Schlägen mit dem Rohrstock verurteilt. Dhanabalan hatte die Tat gestanden.

Im vergangenen Jahr war die Deutsche Julia Bohl in Singapur wegen des Besitzes von 687 Gramm Cannabis verhaftet und angezeigt worden. Auch ihr drohte zunächst die Todesstrafe. Eine Analyse ergab dann aber, dass die Menge nur 281 Gramm reines Rauschgift enthielt. Bohl wurde schließlich zu fünf Jahren Haft verurteilt, die sie derzeit in Singapur verbüßt.