Marktanteil erhöhtNokia bleibt unangefochten
Nokia bleibt unangefochtener Marktführer im weltweiten Handy-Verkauf. Im zweiten Quartal haben die Finnen ihren Marktanteil weiter ausgebaut und verweisen die Konkurrenz sehr deutlich auf die Plätze.
Der Handy-Konzern Nokia bleibt unangefochtener Marktführer. Im zweiten Quartal haben die Finnen ihren Vorsprung auf 37,2 Prozent weiter ausgebaut, ermittelte eine Studie des Analyseunternehmens Strategy Analytics. In den ersten drei Monaten des Jahres habe er noch bei 35,4 Prozent gelegen. Nokia selbst gab für das zweite Quartal einen Anteil von 38 Prozent an und will nach eigener Aussage in absehbarer Zeit die 40-Prozent-Marke erreichen.
Weit abgeschlagen ist der Branchenzweite: Der US-Konzern Motorola bringt es der Untersuchung zufolge auf 17,3 Prozent. Im ersten Quartal habe der Anteil bei 15,6 Prozent gelegen. Die übrigen Wettbewerber Samsung, der deutsche Siemens-Konzern sowie die schwedisch-japanische Handy-Allianz zwischen Sony und Ericsson hätten Marktanteile verloren. Zahlen wurden allerdings nicht genannt.
Insgesamt wurden nach Angaben von Strategy Analytics im zweiten Quartal 96,7 Mio. Handys verkauft. Mit der Prognose für das gesamte Jahr ist das US-Institut etwas optimistischer als Nokia und beziffert den Absatz auf etwa 417 Mio. Mobiltelefone. Die Finnen gehen davon aus, dass im Gesamtjahr 2002 nur noch 400 Mio. Geräte abgesetzt werden. Bei den Verbrauchern sitzt das Geld für Handys also offenbar längst nicht mehr so locker wie in früheren Zeiten.
Auch im Netzwerkgeschäft läuft es deutlich schlechter. Die Telekom-Anbieter werden von sinkenden Erträgen und Schuldenbergen belastet und ziehen deshalb die Kostenbremse. Folge: Investitionen werden zurückgestellt, gekürzt oder komplett gestrichen. Auch Nokia selbst hat den Rotstift in die Hand genommen und bei seinen Zulieferern Preisnachlässe ausgehandelt. Außerdem hat Nokia diverse unprofitable Produktionsstätten abgestoßen.