Suche nach OpfernProstituierten-Morde
Die Kanadische Polizei sucht nach den Leichen von mindestens 45 Prostituierten, die ein mutmaßlicher Serienmörder getötet haben soll. Der Verdächtige, ein Schweinefarmer, sitzt bereits seit Monaten in Untersuchungshaft.
In einem der größten Serienmordfälle Nordamerikas hat Kanadas Polizei in einem Indianer-Reservat die Suche nach den Leichen von 45 Prostituierten aufgenommen. Unterstützt von Gerichtsmedizinern und Anthropologen suchen Polizisten seit dem Wochenende im Reservat Mission in der Nähe der westkanadischen Stadt Vancouver nach Knochen, Haaren und anderen Überresten der Frauen, berichteten kanadische Zeitungen am Montag.
Der Mordverdächtige, ein 53 Jahre alter weißer Schweinefarmer, sitzt bereits seit Monaten in Untersuchungshaft. Auf seiner Farm, die unweit des Indianer-Reservats liegt, hatte die Polizei bei einer monatelangen Suche Überreste zerstückelter Leichen gefunden. Der Schweinezüchter und einstige Nachtbar-Besitzer Robert Pickton wird verdächtigt, in den letzten 20 Jahren mindestens 60 Prostutierte aus der Großstadt Vancouver ermordet zu haben.
In 15 Fällen ist er bisher angeklagt worden. Die Polizei geht davon aus, dass Pickton außer auf seiner Farm auch auf dem Gelände des Reservats Reste von Frauenleichen vergraben hat, die zuvor in einer Häckselmaschine zerkleinert worden waren.
In einem weiteren Serienmordfall hat die kanadische Polizei am Wochenende einen 47-jährigen Mann verhaftet, der mindestens fünf Prostituierte ermordet haben soll. Die Leichen dieser Frauen waren in der Provinz Alberta in einem brach liegenden Acker vergraben.