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Veruntreuung bei ParmalatTanzi gesteht Griff in die Kasse

30.12.2003, 09:14 Uhr

Der festgenommene Ex-Präsident des insolventen italienischen Lebensmittelkonzerns, Tanzi, gesteht offenbar nun doch die Veruntreuung von etwa etwa 500 Mio. Euro. Das berichten die italienischen Medien. Sie berufen sich auf Tanzis Anwalt Belloni. Tanzi hatte bisher erklärt, er habe höchstens 500 Euro für kleine persönliche Ausgaben aus den Firmenkassen genommen.

Der festgenommene Ex-Präsident des insolventen italienischen Lebensmittelkonzerns Parmalat, Calisto Tanzi, hat offenbar nun doch die Veruntreuung von etwa etwa 500 Mio. Euro gestanden. Das berichteten mehrere italienische Tageszeitungen in ihren Online-Ausgaben. Sie berufen sich auf Tanzis Anwalt Fabio Belloni.

Tanzi hatte bisher erklärt, er habe höchstens 500 Euro für kleine persönliche Ausgaben aus den Firmenkassen genommen. Tanzi wird vorgeworfen, bis zu 800 Mio. Euro entwendet und die Konten seiner Firma seit 1988 gefälscht zu haben.

In der Bilanz der Parmalat Finanziaria SpA war ein Finanzloch von mehreren Milliarden Euro entdeckt worden. Die Staatsanwaltschaft wirft der bisherigen Parmalat-Führung Betrug und Bilanzfälschung vor. Von mindestens 7 Mrd. Euro, die in der Bilanz des Konzerns auftauchen, fehlt jede Spur.

Tanzi war am Wochenende in Mailand auf offener Straße festgenommen worden.