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Alkohol, Sex und ein geiler Hase"Bunny und sein Killerding": Was sonst?!

29.11.2016, 18:38 Uhr
imageVon Thomas Badtke
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"Mein Name ist Bunny ..." (Foto: Tiberius)

Wenn Finnen Filme machen, kommen schräge Sachen dabei heraus. "Helden des Polarkreises" ist ein gutes Beispiel. Aber "Bunny und sein Killerding" setzt noch eins drauf - Fäkalhumor inbegriffen. Die spinnen, die Finnen!

Es gibt Filme, die brauchen Stunden, um auf den Punkt zu kommen. Es gibt Filme, die einem roten Faden folgen. Es gibt Filme, die den Zuschauer an die Hand nehmen, mit deren Hauptfiguren man mitfiebert. Ja, und es gibt "Bunny und sein Killerding". Dieser Streifen hat nichts von all dem - und macht dennoch oder gerade deswegen einen Riesenspaß. Ob man ihn mag, merkt man schnell.

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"Bunny und sein Killerding" ist bei Tiberius erschienen. (Foto: Tiberius)

Zu Beginn kommt ein Pärchen an einem abgelegenen Jagdhaus irgendwo in den tief verschneiten finnischen Wäldern an. Der Mann, ein Schriftsteller, bekommt den Schlüssel zum Haus. Die Frau, seine Muse, stellt überrascht fest, dass die Eingangstür zu der Hütte nicht verschlossen ist. Als beide eintreten, bekommt die Frau einen Stromschlag via Taser verpasst und der Mann wird hinterrücks niedergestreckt.

Als er aufwacht, ist er gefesselt und zwei Unbekannte blicken ihn an. Einer sieht aus wie ein Schläger, der andere wie ein verrückter Nazi-Professor. Der Mann hat nur noch seinen Feinrippschlüpfer an, der auch schon bessere Zeiten erlebt hat. Und er nimmt eine Spritze wahr. Keine Sekunde später rammt ihm der Schläger diese mit aller Wucht in seinen Penis. Und wiederum nur ein paar Sekunden später nimmt das Schicksal seinen Lauf.

Muschi, Muschi

Der Mann befreit sich schreiend von seinen Fesseln, als ob er plötzlich Superkräfte hat. Er schlägt seine Peiniger nieder und rennt aus dem Haus. Nackt bis auf den speckigen Schlüpfer. Im Wald bleibt er plötzlich stehen. Sein Körper beginnt wilde Verrenkungen. Haare sprießen aus seiner Haut. Werden dichter. Und zack: Nein, kein Werwolf. Ein echter Hase ist aus ihm geworden. Mit Schlappohren und Stummelschwänzchen. Hinten. Vorn sieht es vielmehr danach aus, als ob sein Penis durch einen Baseballschläger ersetzt wurde. "Muschi", raunzt das Wer-Bunny - und verschwindet.

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Der Mundschutz ist nur hip, gegen "Bunny" hilft er nicht ... (Foto: Toberius)

Dafür taucht am Haus wenig später eine Gruppe junger Finnen auf, Frauen inklusive. Sie wollen in der Hütte übers Wochenende eine Party feiern - mit jeder Menge Alkohol und noch mehr Sex. Dass sie unterwegs noch drei Anhalter mitnehmen, spielt eigentlich keine große Rolle. Auch nicht, dass die drei ziemlich geheimnisvoll daherkommen und sich darunter ein Chinese und ein Schwarzer befinden.

Da ist es schon eher wichtig, dass einer aus der Gruppe junger Finnen einen Schnauzer und ein pinkfarbenes T-Shirt mit einer riesengroßen Vagina darauf trägt. Das bringt ihn nämlich mächtig in Bedrängnis, als er auf dem Weg zur Sauna dem Wer-Bunny begegnet.

Und sagen wir's mal so: Das Bunny ist spitz wie Nachbars Lumpi. Alles, was sein Schwanz zum Rammeln bekommt, ist danach nicht mehr zu gebrauchen. Und so heißt es schon bald statt Alkohol, Sex und Party: Kampf ums Überleben - wenn nötig, auch nackt. Klingt verrückt? Ist es auch!

Die spinnen, die Finnen!

"Bunny und sein Killerding" ist so schräg, trashig und gegen den Strich gebürstet, dass man als Zuschauer nicht so recht weiß, was man mit dem Film des finnischen Drehbuchautors und Regisseurs Joonas Hakonen anfangen soll. Eine Schublade gibt es für den Streifen auf alle Fälle nicht. Er ist Highschool-Partyfilm, Buddy-Comedy, Coming-of-Age-Streifen, Slasherhorror, Softporno und handgemachtes Creature-Feature in einem.

Dazu gibt es noch jede Menge schrulliger Typen, fast schon pittoresk anmutende Dialoge und einen ab und an typisch finnischen, weil metallastigen Soundtrack. Langeweile? Auf keinen Fall! Unterhaltung? Absolut! Ein Plot? Nicht wirklich. Wozu auch? Manche Filme brauchen das nicht. Und "Bunny und sein Killerding" ist so einer.

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Quelle: ntv.de

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