Bilderserie
Freitag, 08. April 2011

Massenkarambolage nach Sandsturm: A19 wird zum Inferno

Bild 1 von 28
Eine Massenkarambolage in einem Sandsturm südlich von Rostock kostet mindestens acht Menschen das Leben. (Foto: dpa)

Eine Massenkarambolage in einem Sandsturm südlich von Rostock kostet mindestens acht Menschen das Leben.

Eine Massenkarambolage in einem Sandsturm südlich von Rostock kostet mindestens acht Menschen das Leben.

Die Zahl der Verletzten wird mit "nahezu 100" angegeben.

An dem Unfall auf der A19 nahe der Ortschaft Kavelstorf sind in beiden Fahrtrichtungen rund 80 Fahrzeuge beteiligt.

Rund 20 Autos brennen aus.

Auch ein Gefahrguttransporter ist unter den Unfallwagen.

Die Autos müssen mit hoher Geschwindigkeit aufeinander gerast sein.

"An der Unfallstelle herrscht Chaos", berichtet ein Augenzeuge.

Die im beginnenden Wochenendverkehr stark befahrene Autobahn zwischen Rostock und Berlin wird voll gesperrt.

Nebenstrecken werden ebenfalls gesperrt - zur Bergung und zum Transport der Verletzten.

Die Verletzten werden in Krankenhäuser in Rostock und Güstrow gebracht.

"Wir haben Ärzte und Schwestern zurückgeholt, zusätzliche Betten vorbereitet", teilt die Uniklinik Rostock mit.

Der Grund für den Unfall soll schlechte Sicht gewesen sein.

Ein seit dem Morgen herrschender Sturm hatte vermutlich Sand von umliegenden Feldern aufgewirbelt.

Die Sichtweite soll blitzartig unter 10 Metern gelegen haben.

"Das ist der schlimmste Verkehrsunfall, den Mecklenburg-Vorpommern je erlebt hat", sagt Polizeisprecherin Yvonne Burand.

Derzeit werden noch rund 40 Verletzte in Krankenhäusern behandelt.

Nach Angaben der Kliniken in Rostock, Güstrow und Bad Doberan erlitten die Patienten vor allem Knochenbrüche, ...

... Prellungen, Stauchungen und Schädel-Hirn-Verletzungen.

Rund 250 Rettungskräfte und Helfer sind im Einsatz.

Die Helfer wurden aus ganz Mecklenburg-Vorpommern zusammengezogen.

Auch mehrere Rettungshubschrauber sind im Einsatz. Rund um die Autobahn 19 herrscht ein Verkehrschaos.

Die Unfallstelle liegt direkt hinter einem Waldstück. Der Wind soll den Sand blitzartig von den Feldern auf die Autobahn getragen haben.

Unfallzeugen berichten, man habe die Hand nicht mehr vor Augen sehen können.

Ein Lkw war bei dem Unfall umgestürzt und hatte einen Pkw unter sich begraben.

In Fahrtrichtung Berlin haben die Aufräumarbeiten begonnen.

Dort hatte es nicht gebrannt.

Die Bergung der Leichen auf der Gegenfahrbahn kommt indes nur langsam voran.

Wann die Autobahn in Richtung Rostock wieder freigegeben wird, ist noch völlig unklar. Vermutlich aber nicht vor Samstag.

weitere Bilderserien