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Wolfgang Schäuble hebt mahnend den Zeigefinger: Der Bundesfinanzminister warnt vor einer Pleite Griechenlands, falls das Land keine weitere finanzielle Unterstützung erhält. Ein neues Programm sei nötig, ...
... um den "ersten ungeordneten Bankrott in der Euro-Zone" zu verhindern, so Schäuble. Diese Forderung kommuniziert er deutlich in einem Brief an ...
... EZB-Präsident Jean-Claude Trichet, ...
... IWF-Chef John Lipsky, ...
... EU-Währungskommissar Olli Rehn ...
... und an seine Amtskollegen aus den übrigen Euro-Staaten.
Schäuble spricht sich für eine Umschuldung aus und fordert ein weiteres Hilfspaket in Milliardenhöhe. Auch private Unternehmen müssen sich diesmal beteiligen. Außerdem sieht Schäubles Plan vor, die bestehenden Schulden zu strecken ...
... und den Griechen eine Atempause von sieben Jahren zu gönnen, um die Forderungen anschließend begleichen zu können. In dieser Zeit könnten in Athen laut Schäuble auch Reformen durchgesetzt werden, wodurch sich Griechenland neues Vertrauen auf den Märkten erarbeiten soll.
Während Schäuble "eine substanzielle Erhöhung" zwischen 60 Mrd. und 100 Mrd. Euro kalkuliert, ...
... halten Kritiker es eher für sinnvoll, Griechenland den Geldhahn allmählich zuzudrehen. Einer davon ist ...
... Hans-Werner Sinn. Griechenland habe kein bloßes Liquiditätsproblem, "sondern ist insolvent", so der Ifo-Chef. Eine Umschuldung wäre auch für die deutschen Banken besonders bitter, ...
... die dann Beträge in Milliardenhöhe abschreiben müssten. Die Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba) hält Staatsanleihen in Höhe von 78 Mio. Euro.
Die WestLB hat griechische Staatsanleihen von 97 Mio. Euro in den Büchern. Der Großteil aber ist ...
... mit anderen risikoreichen Papieren in die Bad Bank EAA ausgelagert, was den Vorstandsvorsitzenden Dietrich Voigtländer freut.
Das Engagement der EAA wiederum beläuft sich auf 1,1 Mrd. Euro. "Für die EAA besteht kein Anlass zu kurzfristigen Verkäufen", sagt eine WestLB-Sprecherin.
Als weitere Landesbanken engagieren sich die BayernLB mit 120 Mio. Euro, sowie ...
... die HSH Nordbank mit 200 Mio. Euro. "Weder das europäische Nothilfepaket noch die harten Sparmaßnahmen Athens haben die Märkte beruhigen können", beobachtet eine Sprecherin die Entwicklung in Griechenland kritisch.
Die Landesbank Berlin (LBB), hier der Vorstandsvorsitzende Johannes Evers, hat Forderungen in Höhe von 364 Mio. Euro an Griechenland. In der Hauptstadt sieht man das Engagement gelassen: Die Größenordnung sei nicht "besorgniserregend" heißt es von Konzernseite.
Die Deutsche Zentral-Genossenschaftsbank, kurz DZ-Bank, engagiert sich mit 1 Mrd. Euro. Vorstandschef Wolfgang Kirsch ...
... hat sich bei einem Treffen mit Wolfgang Schäuble dazu verpflichtet, die Staatsanleihen aus Griechenland in den Beständen zu halten.
Die Deutsche Bank hat griechische Staatsanleihen von 1,6 Mrd. Euro. Schon vor einem Jahr unkt Bank-Chef Josef Ackermann an der Zahlungsfähigkeit der Griechen: "Ob Griechenland über die Zeit wirklich in der Lage ist, diese Leistungskraft aufzubringen, das wage ich zu bezweifeln."
Die Landesbank Baden-Württemberg hat von allen Landesbanken die höchsten Forderungen an Griechenland. Das Engagement beläuft sich laut des EU-Stresstests 2010 auf 1,4 Mrd. Euro ...
... und hat bei der größten Landesbank für tiefrote Zahlen gesorgt. Ob das Engagement sich seitdem ausgeweitet hat, möchte Vorstand Hans-Jörg Vetter nicht kommentieren.
Mit 2,9 Mrd. Euro ist die Commerzbank am zweitstärksten engagiert. Noch vor Kurzem äußert sich ...
... Vorstandschef Martin Blessing gelassen: "Da müssen wir die Kirche im Dorf lassen." Er sehe nicht die Gefahr, "dass Griechenland kurzfristig in den Staatsbankrott geht".
Der deutsche Hauptgläubiger ist die bundeseigene Abwicklungsanstalt FMS Wertmanagement. Dort bestehen Forderungen in Höhe von 7,4 Mrd. Euro. Hinter FMS verbirgt sich die Bad Bank der Hypo Real Estate. (Angaben: Stand 2010)
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