Auf Landpartie mit Citroëns C3 Pluriel: Cabrio mit Kapriolen
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Endlich ist es soweit: Für unsere treuen Assistenz-Dienste für die Autoredaktion dürfen wir einen Wagen testfahren. Etwas Schickes wurde uns versprochen. Nein, nicht dieses Gefährt, ...Bild 1 von 44 ... sondern dieses - der Citroën C3 Pluriel. Aus weiblicher Perspektive sozusagen: ...Bild 2 von 44 ... ein rundlicher, kleiner Flitzer, der sich ideal für Ausflüge an heißen Sommertagen eignet.Bild 3 von 44 So sieht er aus - als Limousine. Aber er kann auch anders. Denn Pluriel ist französisch und heißt Plural.Bild 4 von 44 Und um es gleich vorwegzunehmen: So groß ist der Kofferraum. Für Menschen mit einem guten räumlichen Vorstellungsvermögen: Er fasst 266 Liter.Bild 5 von 44 Die Strandtasche passt locker rein, aber mehr auch nicht. Der Pluriel ist also nicht für ausgedehnte Einkaufstouren oder einen zweiwöchigen Freundinnenurlaub geeignet.Bild 6 von 44 Es sei denn, man legt die Rücksitze um, was einzeln möglich ist. Dann geht schon das eine oder andere Paar Schuhe rein.Bild 7 von 44 Los geht's! Immerhin wollen und sollen wir auch nicht shoppen gehen, sondern testen, was der Pluriel alles kann. ;-)Bild 8 von 44 Zunächst einmal kritisch geguckt und auf alle Knöpfe gedrückt, bis das Dach aufgeht. (Der Dach-Knopf befindet sich übrigens oberhalb der Windschutzscheibe am Dachansatz des Autos.)Bild 9 von 44 Der Pluriel wartet mit drei Formen auf. Ist das elektrische Stoff-Sonnendach in acht Stufen erstmal eingefaltet, dann wird aus der Limousine ein Cabrio.Bild 10 von 44 Das Cabrio bietet viel Frischluft, Sommerfeeling und freie Sicht auf allen Plätzen, da die Mittelsäule fehlt - oder B-Säule, wie wir jetzt gelernt haben.Bild 11 von 44 Auch die hohe Windschutzscheibe bietet optimale Sicht, gerade für kleine Fahrerinnen. Dann muss man sich beim Ampelgucken nicht mehr verbiegen.Bild 12 von 44 Der Citroën C3 Pluriel lässt sich nur starten, wenn die Fußbremse mit Kraft getreten wird. Da ist Wadentraining inklusive.Bild 13 von 44 Vorne sitzt es sich sehr luftig und bequem. Wir genießen die Fahrt durchs Brandenburger Land. Aber Achtung: An heißen Tagen kleben schon mal die Oberschenkel am Sitz fest. Autsch!Bild 14 von 44 Hinten fällt der Freiraum eher dürftig aus. Einerseits ist der Karosserierahmen sehr hoch. Andererseits drückt der Vordersitz gegen die Beine. Presswurstalarm! (Äh, wieso ist das Lenkrad eigentlich so weit weg?)Bild 15 von 44 Der Pluriel ist von innen ganz schick. Alles ist leicht einseh- und erreichbar. Nur leider überwiegt das Plastik-Gefühl. Unschöne Tackerspuren in den Fußräumen erwecken den Eindruck von unsauberer Verarbeitung.Bild 16 von 44 Trotz seiner drei Karosserieformen: Schwimmen kann er nicht. Aber mal gucken, wie er sich vor der Kamera macht. Auf geht's zur Fotosession!Bild 17 von 44 Das Fotografieren macht Spaß: Der Pluriel ist ein hübsches und geduldiges Motiv. Vor einer schönen Sommerkulisse macht er echt was her.Bild 18 von 44 Da scheut man auch nicht, mal etwas tiefer in die Natur zu streifen, um das beste Motiv zu finden.Bild 19 von 44 Der Pluriel ist in drei Ausstattungsvarianten zu haben und kostet zwischen 18.690 und 22.790 Euro. Unser Modell "Exclusive" mit "SensoDrive"-Motorisierung schlägt mit 22.690 Euro zu Buche.Bild 20 von 44 Das ist schließlich die dritte Form des Pluriels: der Spider. Klingt gefährlich, ist es aber nicht. Doch wie sind wir dahin gekommen?Bild 21 von 44 Der erste Blick in die Bedienungsanleitung übermannt uns. Wir möchten aufgeben und nach Hause fahren und am liebsten nie wieder etwas mit unserem Autoredakteur zu tun haben. Doch wir denken an unsere Mission: einen Fahrbericht zu schreiben.Bild 22 von 44 Nachdem wir das Faltdach im Kofferraum versenkt haben - bis zum Anschlag anheben und in den Kofferraum hineinschwenken -, gilt es nun, die Holme zu demontieren.Bild 23 von 44 Kampf den Holmen: jeweils einen Hebel über den Seitenfenstern umlegen und jeweils einen Hebel an den Kofferraumseiten kräftig nach oben ziehen. Dann die Holme erst hinten ausheben und schließlich die vordere Verankerung nach hinten herausziehen. Alles klar?Bild 24 von 44 Puh, keine leichte Angelegenheit. Für noch schwächere Geschlechter als uns ist die Spider-Variante nicht geeignet. Die Holme sind unhandlich und schwer - wie ein Eimer Kohlen.Bild 25 von 44 Als Spider kommt der Pluriel jedoch noch fescher daher. Doch am Ende der Umbauaktion stehen große Fragezeichen in unseren Gesichtern: Wohin mit den Holmen? Eine Weiterfahrt ist mit dem C3-Spider für uns jetzt nicht möglich.Bild 26 von 44 Mit dieser Version auszufahren empfiehlt sich also nur, wenn man einen Unterstellplatz für die Holme hat und sich gaaaaanz sicher ist, was das Wetter angeht. Ein spontanes Abmontieren auf Tour ist nicht möglich. Schade!Bild 27 von 44 Nun gut, wir wollen unser Werk vollenden und versuchen, die Plastik-Abdeckungen für den Kofferraum zu platzieren. Ebenfalls ein kniffliges Unterfangen: Es gelingt uns weder mit Logik noch mit Gewalt. Und die Monster-Anleitung wollen wir nicht mehr zu Rate ziehen.Bild 28 von 44 Doch für die Fotoshow reicht es uns, die Abdeckungen nur aufzulegen. Man sieht: Das versenkte Dach stiehlt dem Kofferraum keinen Platz, weil es im Unterboden verstaut ist.Bild 29 von 44 Es wäre so schön, mit dem Spider durch die Gegend zu heizen. Geht aber nicht, die Holme würden zwar auf die Rückbank passen, doch entspräche das wohl wahrlich nicht dem Feeling, das diese Version versprechen möchte. Von Sicherheitsaspekten mal ganz abgesehen.Bild 30 von 44 Dann widmen wir uns eben noch einmal den nackten Fakten: Der Pluriel besitzt eine geschwindigkeitsabhängige Servolenkung. Unserem Empfinden nach lässt er sich leicht lenken und liegt gut auf der Straße.Bild 31 von 44 Der Süße bringt, zumindest in unserer Ausstattungsvariante, einiges mit: Er verfügt über einen Tempomat mit integrierter Limitfunktion, ESP, Klimaanlage, Licht- und Regensensor, große Fächer an den Seitentüren und vieles mehr.Bild 32 von 44 Die Automatikversion, die wir testen, lässt sich auch manuell schalten, was sich positiv auf den Spritverbrauch auswirkt und vor allem im Stadtverkehr anzuraten ist. Denn der Pluriel mag es gern ruppig, wenn ihm das Schalten selbst überlassen wird. Vor allem bei gewagten Überholmanövern sollte man manuell schalten, da er im Automatik-Betrieb zu langsam hoch- und runtertourt.Bild 33 von 44 Über einen Extra-Hebel am Lenkrad lässt sich das Radio bedienen. Auch der Griff nach dem Schaltknüppel erübrigt sich, da der Pluriel das manuelle Schalten auch über zwei Hebel erlaubt. Keine schlechte Idee, doch leider verwirren die vielen Hebel links und rechts des Lenkrads. Es ist einfach zu überfrachtet. Da macht man auch schon mal den Schweibenwischer an statt das Radio leiser.Bild 34 von 44 Die Anzeigen sind leicht einzusehen und übersichtlich. Vor allem die große Tankanzeige und der Tacho machen auch Frau klar, wann ein erfrischender Tankstopp eingelegt werden sollte und wann die zulässige Höchstgeschwindigkeit überschritten ist. Der Drehzahlmesser wirkt jedoch optisch etwas deplatziert im Gesamtdesign.Bild 35 von 44 Die gute Sicht entschädigt jedoch für einiges.Bild 36 von 44 Und lange bleiben wir auch nicht allein. Unsere Test- und Fotoaktion zieht gut gebaute Beobachter an.Bild 37 von 44 Unser Auto-Check nähert sich dem Ende. Im Wirtshaus um die Ecke erwartet uns schon das große Schnitzel mit Pommes Schranke und ein über unsere geballte Weiblichkeit erschrockener Wirt. Doch erst die Arbeit, dann das Vergnügen: Es gilt, den C3 vom Cabrio zurück in die Limousine zu verwandeln.Bild 38 von 44 "Einfach", denken wir - nach soviel Erfolg beim Auseinandernehmen. Doch weit gefehlt. Der letzte Akt vor dem Schnitzel kostet uns Kraft und viele Nerven und bringt schmutzige Hände.Bild 39 von 44 Denn ist die Kofferklappe nicht richtig eingerastet, lässt sich das Heckfenster nicht schließen und das Dach nicht hochfahren. Ein Problem, das auch das Citroën-Personal in der Service-Hotline überfordert. Einen zu Hilfe eilenden Techniker lehnen wir ab, und mit Wut im Bauch klappt es dann doch.Bild 40 von 44 Was bleibt? Der Citroën C3 Pluriel ist auf jeden Fall vielseitig, spritzig und mindestens eine Testfahrt wert.Bild 41 von 44 Das größte Manko ist neben der holprigen Automatik-Schaltung das "Verstau-Problem" der Holme. Zum Glück sind die aber auch zu etwas anderem gut.Bild 42 von 44 Den Pluriel gibt es in drei Motorisierungen: als Benziner mit 1.4i (54 kW/73 PS) mit Fünfgang-Schaltgetriebe, als Benziner mit 1.6i 16V (80 kW/109 PS) mit SensoDrive-Getriebe und als HDi 70 Diesel (50 kW/68 PS) mit Fünfgang-Schaltgetriebe. (Ja, geneigte Leser, das haben wir aus den Informationsmaterialien von Citroën herausgeschrieben - wer soll sich das auch merken?!)Bild 43 von 44 So, jetzt sind wir fast am Ende. Noch ein letztes Mal den Blinker gesetzt und zurück in die Redaktion gedüst. (Text und Bilder: Julia Kreutziger und Nadin Härtwig)Bild 44 von 44
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