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Der Opel Ascona war im Grunde nur eine Reaktion auf die Verkaufserfolge des Ford Capri und Taunus.
Das Prinzip war ganz einfach. Man nehme einen Kadett, pumpe ihn in seinen Dimensionen ein bisschen auf - und schon hat man einen Opel für die Mittelklasse.
Was heraus kam, war ein unerwarteter Erfolg für die Rüsselsheimer. Die Zwillinge Manta, der gegen den Ford Capri antreten sollte, und Ascona fanden viel Zuspruch bei den Kunden.
Gleichzeitig war der Ascona eines der ersten echten Weltautos des General-Motors-Konzerns. Er konnte als Buick, Cadillac, Chevrolet, Holden, Isuzu, Oldsmobile, Pontiac oder Vauxhall fast überall auf der Welt erworben werden.
Zudem kreierte Opel auch den so genannten Lifestyle-Kombi. Der zweitürige "Voyage" glänzte mit gehobener Ausstattung und sollte, im Gegensatz zu den "Caravan" genannten Lastentieren der Baureihe, mehr Lust statt Last bringen.
Die Kunden allerdings verstanden die Lifestyle-Offensive nicht so richtig. Wahrscheinlich fuhr er seiner Zeit voraus. Allerdings lag der Anteil der Kombis beim Ascona auch noch bei mageren zehn Prozent. Heute ist mindestens jedes zweite Mittelklassemodell eine Langversion.
So wurde bei der nächsten Generation gleich ganz auf einen Kombi verzichtet.
In England hieß der Ascona übrigens Vauxhall Cavalier. Ansonsten war das Auto aber baugleich mit dem Ascona. Allerdings bekam der Vauxhall die Frontpartie des Manta ab.
Der Manta selbst hingegen wurde auf der Insel als Opel verkauft. Erst der Nachfolger Calibra kam wieder als Vauxhall auf den Markt. Die beiden Modelle waren allerdings fast identisch.
Aber zurück nach Deutschland. 1975 kam mit dem Ascona B ein eigenständigerer Typus auf den Markt.
Was das Auto aber immer noch hatte, war der Heckantrieb. Und hier kommen wir zum sportlichen Teil der Geschichte des Ascona.
Im Rallyesport zeigte sich der Ascona von Beginn an als ein zuverlässiges und erfolgreiches Auto. Das nutzte Opel natürlich auch kräftig in der Werbung.
Dabei wird ein Team stets in Erinnerung bleiben: Walter Röhrl und Jochen Berger führten den Ascona zu zahlreichen Triumphen. Für die beiden selbst war das Auto aber auch Basis für ihren sportlichen Erfolg, der sich später bei anderen Marken fortsetzen sollte.
Im Jahr 1974 gewannen sie mit beispielloser Souveränität die Rallye-Europameisterschaft. Sechs von acht Läufen beendeten sie auf dem ersten Platz.
Der bis dahin größte Triumph für Opel in der Motorsporthistorie, der aber später sogar noch übertroffen werden sollte.
Denn mit der zweiten Generation des Ascona fuhr Röhrl, nun mit Christian Geistdörfer an seiner Seite, zur Rallye-Weltmeisterschaft.
Es war der letzte Sieg eines heckangetriebenen Fahrzeugs bei einer Rallye-WM und nicht nur deshalb ein historischer. Denn die Zeit des Heckantriebs neigte sich nicht nur im Sport dem Ende entgegen.
1983 feierte der Ascona 400 seinen letzten großen Sieg: mit Ari Vatanen bei der berühmt-berüchtigten Safari-Rallye in Kenia.
Angetrieben von den Erfolgen im Motorosport verkauften sich auch die Sportversionen des Ascona blendend. Ein Ascona 400 mit 199 kW/270 PS starkem 2,4-Liter-16-Ventil-Motor war als limitierte und etwas entschärfte Straßenversion schon vorher so begehrt wie sonst fast nur rare italienische Supersportwagen.
Mit der dritten Generation des Opel Ascona wurde der Fronantrieb zum Standard. Ab 1981 zog der Ascona C seine Kreise. Etwas aerodynamischer, aber auch deutlich langweiliger als sein Vorgänger, sollte er das Modell technisch in eine neue Zeit führen.
Neu kam mit diesem Modell eine fünftürige Schrägheckversion auf den Markt.
Sie wurde den zwei- und viertürigen Modellen zur Seite gestellt. Einen Kombi gab es weiterhin nicht.
Vauxhall hatte in England einen Im Angebot, der sich aber nicht sonderlich gut verkaufte.
1988 endete schließlich die Zeit des Opel Ascona. Unter seinen zahlreichen Namen war er weltweit ein erfolgreiches Modell. An diesen Erfolg sollte sein Nachfolger, der Opel Vectra, nicht mehr anknüpfen können. Die Latte, die der Ascona gelegt hatte, war zu hoch.
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