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Neues aus Leipzig: Premieren von der AMI

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Die Sachsenmetropole Leipzig zeigt sich wieder als Autostadt. Jedes Frühjahr öffnet die AMI dort ihre Pforten und zeigt die automobilen Neuheiten. Die anfänglich als Verkaufsmesse etablierte Show hat sich mittlerweile anständig positioniert. (Foto: REUTERS)

Die Sachsenmetropole Leipzig zeigt sich wieder als Autostadt. Jedes Frühjahr öffnet die AMI dort ihre Pforten und zeigt die automobilen Neuheiten. Die anfänglich als Verkaufsmesse etablierte Show hat sich mittlerweile anständig positioniert.

Die Sachsenmetropole Leipzig zeigt sich wieder als Autostadt. Jedes Frühjahr öffnet die AMI dort ihre Pforten und zeigt die automobilen Neuheiten. Die anfänglich als Verkaufsmesse etablierte Show hat sich mittlerweile anständig positioniert.

Allerdings wird sich die Messe künftig mit der IAA in Frankfurt abwechseln und nur noch alle zwei Jahre stattfinden. Ob dann noch im Frühjahr, ist bisher unklar.

Daher zeigt sich die AMI heuer von ihrer besten Seite. Im Gegensatz zum Vorjahr sind wieder alle wichtigen Hersteller auf der AMI vertreten. Nur wenige Autobauer haben dieses Jahr abgesagt.

Einige Hersteller bringen sogar echte Neuheiten mit. Sechs Weltpremieren gibt es, daneben einige Europa- und Deutschlandpremieren, insgesamt 60 an der Zahl.

Allerdings sind nicht alle so ganz brandneu. Einige Modelle sind schlicht zum ersten Mal live auf deutschem Boden zu sehen, wie der A1 von Audi beispielsweise.

Eine echte Weltneuheit ist aber der Touran von Volkswagen. Die Frontpartie wurde der Designlinie des neuen Golf angepasst. Der Auftritt ist markanter und dynamischer geworden.

Die wichtigsten Veränderungen sind aber bei der Motorenpalette zu finden. Sechs von acht Aggregaten hat VW ausgetauscht, um den Durst des Familienmobils zu senken. Glanzstück ist ein 1,2-Liter-Motor mit 105 PS als Einstieg. Er soll mit 6,4 Litern auskommen.

Daneben ist der Sharan zum ersten Mal in Deutschland zu sehen. In Genf feierte der große Bruder des Touran seine Weltpremiere. Nach 15 Jahren wurde die siebensitzige Allzweckwaffe der Wolfsburger abgelöst.

Zwar keine Welt-, aber eine Deutschlandpremiere feiert der neue Touareg. Auch er zeigt in der Fahrzeugfront die Designsprache des Konzerns. In der Länge und im Radstand ist er um je vier Zentimeter gewachsen.

Er bringt zudem den ersten Hybridantrieb des Konzerns mit und soll sich so besser gegen Audis Q7, BMWs X5 und die Mercedes M-Klasse behaupten können.

Eine weitere echte Weltpremiere ist der Kombi, genannt Touring, des neuen 5er BMWs. Er kommt kurz nach der Limousine als Neuheit auf den Markt. Ein wichtiges Modell für die Bayern, vor allem für den deutschen Markt, wo jedes zweite Auto der Modellreihe als Kombi verkauft wird.

Beim Volumen hat der Touring zugelegt. Er schluckt jetzt 560 bis 1670 Liter. Die aus dem 5er GT bekannte Luftfederung gibt es in Serie und mehr Variabilität im Heck obendrein.

Zum ersten Mal in Europa zu sehen ist die neue R-Klasse von Mercedes. Das hierzulande höchstens mittelmäßig erfolgreiche Auto haben die Schwaben optisch ansprechender gezeichnet.

Die Motoren hat man dabei auf Sparsamkeit getrimmt. Mit dem Sparbaukasten "Blue Efficiency" soll das Familien-Dickschiff mit dem 300 CDI auf einen Verbrauch von 7,6 Liter kommen.

Auch Ford zeigt eine Weltpremiere in Leipzig. Und was für eine! Der Focus RS 500 bringt mit 350 gleich 50 PS mehr als der normale RS mit und wird in einer Auflage von nur 500 Stück gebaut. In 5,6 Sekunden galoppiert der Kompaktsportler auf 100 km/h.

Dazu gibt es Mattlackierung und Karbon-Applikationen. Ein technisches Wunderwerk ist die Vorderachse, die mittels spezieller Radaufhängungen und einem integrierten Sperrdifferenzial die brachiale Kraft auf die Straße bringen kann.

Viel Aufmerksamkeit wird sicher auch dem kleinen, neuen Star bei Audi zuteil werden. Der A1 ist erstmals in Deutschland zu sehen und soll für die Ingolstädter eine neue Modellregion in der Kompaktklasse eröffnen.

Ebenfalls schon in Genf zu sehen war der Audi RS5, der in Leipzig seine Deutschlandpremiere feiert. Der Achtzylinder-Saugmotor unter der Haube leistet 450 PS und soll das Sportcoupé in 4,5 Sekunden auf 100 km/h beschleunigen.

Ein Facelift gibt es außerdem beim TT und A3. Die beiden Modelle sind erstmals überhaupt zu sehen und zählen somit zu den Weltpremieren. Neben zarten Retuschen wartet der TT mit einer neuen Spitzenmotorisierung auf.Ein Vierzylinder ersetzt den bisherigen V6. Mit 211 PS läuft der TT dann 245 km/h.

Natürlich darf aber auch das Neueste in Sachen Elektromobilität nicht fehlen. Allerdings ist der mittlerweile etwas gebremste Enthusiasmus auf der Messe erkennbar. Audi zeigt den jüngsten E-Tron, der aber ebenfalls bereits in Genf zu sehen war.

Bei Citroën zeigt man den C-Zero, der bei den Markenkollegen von Peugeot iOn heißt. Das Modell ist adaptiert von Mitsubishis i-MiEV und soll in diesem Jahr schon in Deutschland zu haben sein.

Eine Spitzengschwindigkeit von 130 km/h, ebensoviele Kilometer Reichweite und ein Schnellladezyklus, der mit Starkstrom 80 Prozent der Kapazität in einer halben Stunde wiederherstellen kann. Das Auto könnte in Ballungsgebieten durchaus seine Abnehmer finden.

Sportlich wird es bei Skoda, wo man den Kleinwagen Fabia als RS-Modell zeigt. 180 PS treiben den Tschechen nach vorne. Die Kraft wird über ein Siebengang-Automatik-Getriebe übertragen.

Ebenfalls als Deutschland-Premiere zeigt Opel den Meriva. Der Kleinwagen will mit mehr Variabilität und bis zu 1500 Litern Stauraum im Heck die Kundschaft locken.

Innovativ ist das Türsystem, bei dem sich die hintere Pforte gegen die Fahrtrichtung öffnet. Es soll das Ein- und Aussteigen bei engen Parklücken erleichtern.

Die Renault-Marke Dacia zeigt den den Duster zum ersten Mal in Deutschland. Damit steigt der Billiganbieter in die SUV-Sparte ein. Ab 11.900 Euro ist der Rumäne mit französischen Wurzeln zu haben.

Ein Highlight für PS-Fans ist die Deutschlandpremiere des Camaro von Chevrolet. Das Muscle-Car holt aus einem 6,2-Liter-Motor 426 PS und geht in Sachen Design zurück in die erfolgreichen 60er-Jahre.

Mit einem aufgemotzten Polizei-1er appellieren die Ordnungshüter an die Hobby-Tuner. "Tune it safe" heißt die Aktion, die vor nicht sachgemäßen Basteleien am eigenen Auto warnt.

Den obligatorischen Politiker-Besuch gab es natürlich auch auf der Messe. Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer fuhr im Elektroauto vor, ...

... um sich dann mit der zweifachen Goldmedaillen-Gewinnerin Maria Riesch den Audi RS5 anzusehen. Keine schlechte Wahl, Herr Minister. Dann bis in zwei Jahren, wenn die AMI wieder die Pforten öffnet. Wann genau ist noch offen, denn über den Termin wird noch diskutiert. (Text: Markus Mechnich)

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